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Bremen und Bremerhaven vergeben Tourismuspreise

am . Veröffentlicht in Servicequalität & Qualitätsmanagement

Gruppenfoto

 

Strahlende Gewinner:innen, begeisterte Kolleg:innen und gerührte Laudator:innen kennzeichneten die feierliche Vergabe der zweiten Landestourismuspreise Bremen und Bremerhaven.

96 originelle, authentische und nachhaltige Tourismusangebote standen in vier Kategorien zur Wahl – ausgezeichnet wurden jeweils 12 Betriebe sowohl in Bremen als auch Bremerhaven.

Ehrengast Martin Bialluch, Staatsrat bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, erlebte gemeinsam mit dem Gastgeber, Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz, der Geschäftsführerin der Deutschen Tourismus Zentrale (DZT), Petra Hedorfer, und 250 Vertreterinnen und Vertreter der Tourismusbranche des Landes Bremen im Atlantic Hotel Sail City einen inspirierenden Abend.

Der Wettbewerb richtete sich an alle touristischen Leistungsträger:innen im Bundesland Bremen. Mitmachen konnten Unternehmen, Vereine, Freiberufler:innen, Privatpersonen oder Initiativen mit touristischen Aktivitäten in Bremen oder Bremerhaven. Gesucht wurden Projekte, Produkte, Formate, Dienstleistungen oder Angebote, die besonders sind und den Tourismus im Land Bremen zukunftsfähig aufstellen. Die Gewinner:innen der jeweiligen Kategorie wurden durch eine Jury ausgewählt und erhalten eine Trophäe und Urkunde. Anders als noch im letzten Jahr erhielten neben den Sieger:innen auch die Zweit- und Drittplatzierten Geldpreise: 8000 Euro respektive 4000 Euro und 2000 Euro. Auf die Erstplatzierten wartet zudem ein Online-Marketingpaket im Wert von 2000 Euro.

Die Kategorie „Typisch Bremen/Bremerhaven“ zeichnet Projekte aus, die authentisch und regional verankert sind, mit einem Bezug zu den Schwerpunktthemen der Tourismusstrategie. „Future Bremen/Bremerhaven“ ist der Preis für innovative und zukunftsfähige touristische Aktionen. Der Preis für „Nachhaltigkeit“ geht an Beiträge, die sich besonders um soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte verdient machen. Und als „Gastgeber:in des Jahres“ wird ausgezeichnet, wer sich in besonderem Maße um die Zufriedenheit der Gäste, herausragende Servicequalität und/oder Arbeitsplatzattraktivität kümmert.

Die Preisträger:innen „Future Bremen und Bremerhaven“

Die erste Auszeichnung des Abends in der Kategorie „Future Bremen“ ging an die Kunsthalle und den Kunstverein Bremen für das Projekt „Art Surfer – Kunst digital erleben“. In der Laudatio durch den Vorjahressieger Theo Bührmann hieß es: „Die Kunsthalle Bremen ist ein herausragender Bestandteil des kulturellen Angebotes der Stadt Bremen und präsentiert sich als ein in der Kommunikation modernes und zeitgemäßes Haus. Durch die Etablierung der Online-Plattform ‚Art Surfer‘, über die alle digitalen Angebote des Museums abrufbar sind, werden Chancen der Digitalisierung genutzt und die lokalen Beschränkungen von Präsentation und Vermittlung zu Gunsten einer weltweiten Präsenz aufgebrochen.“ Besonders gewürdigt wurde das zukunftsträchtige Konzept für Museen, das zwischen Kunst und Digitalisierung einen verstärkten Zugang zu Barrierefreiheit, Sprachenvielfalt und Interaktivität schafft.

Den zweiten Platz belegte die eTo Personalmarketing GmbH mit ihrem Konzept für eine „Nacht der Hotellerie“. Platz drei ging an das Übersee-Museum Bremen für die Planungen der neuen digitalen Ozeanien-Dauerausstellung.

Den Preis „Future Bremerhaven“ sicherten sich drei junge Männer, die als Studenten kamen, aus Liebe zur Seestadt blieben und mit dem Unternehmen „Bheaven“ nun Ferienwohnungen neu denken. Unter dem Motto „Wo Tradition auf StartUp trifft“ nutzt „Bheaven“ eine interessante Nische. In ausgewählten Premium-Ferienwohnungen finden auch anspruchsvolle Gäste ein Zuhause auf Zeit. Der Jury gefiel, dass effiziente Prozesse ressourcenschonende und kundenorientierte Arbeitsabläufe erlauben und dass mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung auf Mehrsprachigkeit gesetzt wird. „Bheaven wertet mit seinem besonderen Ansatz das Image Bremerhavens weiter auf“, freut sich Laudator Christian von Rumohr, Vorjahressieger dieser Kategorie und Geschäftsführer des 4-Sterne Hotels The Liberty.

Der zweite Platz ging an die neue Erlebnisausstellung „360 Grad Fischerlebnis - Multivision zum Lebensraum Meer und zur Fischwirtschaft“ von der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH (FBG). Den dritten Platz sicherte sich das Hotel Amaris GmbH, das durch ein in Deutschland bislang einmaliges, smartes LiftUp-Bettensystem den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen erleichtert und damit zur Fachkräftesicherung in der Hotellerie beitragen will.

Die Preisträger:innen „Nachhaltigkeit“

Als „Real-Labor für einen nachhaltigen Tourismus“ hat sich die im-Jaich oHG mit Hotel und Boardinghouse in Bremerhaven um den Tourismuspreis beworben – und gewonnen. Der Jury gefiel das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement, dass durch kostenlose Deutschkurse die Integration fremdsprachiger Mitarbeiter:innen gefördert wird und die vielfach ausgezeichnete Personalpolitik. „Die Unternehmensführung beweist, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen“, hebt der zweifache Tourismuspreisgewinner und Laudator Tim Oberdiek vom Atlantic Hotel Sail City hervor.

Für die gezeigte Nachhaltigkeit im Handwerksbetrieb konnte sich Bremerhavens Segelmacher den zweiten Platz dieser Kategorie sichern. Das Unternehmen um Eva Erkenberg gilt als „DIE“ nachhaltige Ideenschmiede mit authentischen Produkten und ist für das Erfinden und Gestalten von Produkten aus gebrauchtem Material bekannt. Für das Projekt „Lauschflut - Bei Anruf Maritimes“, wurde das Deutsche Schifffahrtsmuseum mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Idee, kostenlose Telefonführungen speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen anzubieten.

Für die Stadt Bremen geht der Nachhaltigkeitspreis an die Pandox Bremen GmbH beim Radisson Blu Hotel, Bremen für „Gelebte Nachhaltigkeit im Radisson Blu Hotel Bremen“. Hervorgehoben in der Laudatio durch Vorjahressieger Michael Scheer wurde die Berücksichtigung von mehrdimensionaler Nachhaltigkeit in allen Bereichen, durch z. B. ein eigenes Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung, über Systeme zur signifikanten Food Waste-Reduzierung und zu 80% vegane Speisekarte im Restaurant The Lobby bis hin zur Reinigung mit Ozon-Produkten ganz ohne Chemikalien. Wichtig waren aber auch Aspekte wie die „Schaffung sinnvoller Lebens- und Arbeitswelten für Mitarbeitende und Gäste als Schätzung von Achtsamkeit und eine ausgewogene Work-Life-Balance als Priorität“.

Den zweiten Platz belegte Immonopol für „Die Komplette Palette / Das Kleine Paradies“. Platz drei erreichte die MARKTHALLE ACHT GmbH mit „Lokaler Leidenschaft aus dem Herzen Bremens“.

Die Preisträger:innen „Gastgeber:in des Jahres“

Stadtbremische Gastgeberin des Jahres wurde 2023 die JOKE Event AG mit der Alten Werft, dem Heimathafen für besondere Veranstaltungen in Bremen. „Ein begeisterndes Pionier-Projekt im Bereich ‚vollmöblierte Eventlocations‘ hieß es in der Laudatio von Vorjahressiegerin Julia Kewart. Besonders hervorgehoben wurde in der Begründung für den ersten Platz die einmalige Rauminszenierung, die die Gebäudegeschichte (historische Werfthalle/hanseatisches Architekturdenkmal) mittels kreativem Storytelling aufgreift und innovativ weiterführt.

Platz zwei ging an die HafenTraum IndoorHostelCamp vocalartisten GbR für ein „detailverliebtes Konzept, das durch seine Einzigartigkeit wegweisend für die Stadt Bremen ist“. Platz drei belegte die MS Gastronomie & Design GmbH für das Restaurant Canova.

Als Gastgeber:in des Jahres konnte sich in Bremerhaven das Restaurant „Pier 6“ durchsetzen. Die Jury beeindruckte, dass Regionalität und beste Qualität ein absolutes Muss in diesem Haus sind, dass ein hochprofessionelles Team aus Fachkräften in flachen Hierarchien gemeinsam zum Wohle des Gastes wirkt und dass zu allen Anlässen der passende Rahmen für die Gäste geschaffen wird. Obwohl jede der eingereichten Bewerbungen von Leidenschaft und Herzblut für die Gäste zeugte, musste sich die Jury entscheiden. So konnte die einmalige Kombination aus Sportbootschifffahrt und Hotellerie, die im-jaich Bremerhaven, den zweiten Platz einnehmen. Dritter wurde das Restaurant „Lieblingsplatz“, das seit November 2022 seine Gäste von Nah und Fern dank der Wohlfühlatmosphäre verzaubert.

Die Preisträger:innen „Typisch Bremen/Bremerhaven“

Mit dem selbstbewussten Statement „Wir sind Bremerhaven" überzeugen die Fischtown Pinguins nicht nur ihre Fans, sondern nun auch die Tourismuspreis-Jury. Fortan darf sich die Eishockeymannschaft mit dem ersten Preis in der Kategorie „Typisch Bremerhaven“ schmücken. In der hart umkämpften Kategorie mit zahlreichen qualitativ hochwertigen Bewerbungen war es vor allem die überregionale Strahlkraft der erfolgreichen Mannschaft, die zudem für ein „Wir“ Gefühl in der Stadt sorgt, was die Jury überzeugte. Vorjahressieger Sebastian Gregorius von der Fischereihafen Betriebsgesellschaft mbH (FBG), hob hervor: „Die Fischtown Pinguins und ihre Fans bringen den Spirit Bremerhavens besonders authentisch rüber“.
Der zweite Platz ging an die Natusch Fischereihafen Restaurant KG, deren hochwertiges Fischspezialitätenrestaurant überregional für seine Qualität bekannt und beliebt ist. Als mögliches neues Wahrzeichen Bremerhavens sicherte sich die „Schulschiff Deutschland“ den dritten Platz.

Das Rennen in dieser Kategorie ging in der Stadt Bremen an die Made in Bremen GmbH. Ihr ganzheitliches Konzept repräsentiert Bremen und brementypische Produkte als Schnittstelle, Ansprechpartner, Vermittler und Vermarkter regionaler Erzeugnisse sowie als ein Sammelbecken hiesiger Kreativität. In ihrer Laudatio begründeten Vorjahressieger Felix Böhme und Frederik Janus die Entscheidung der Jury: „Die Vielfalt an Produkten zeigt Einheimischen wie auch Tourist:innen, welche Vielfalt in der Stadt steckt und bietet die Möglichkeit Geschichte und Tradition Bremens neu zu erleben.“

Platz zwei belegten erneut die Kunsthalle Bremen und Der Kunstverein in Bremen für die Aktivitäten zu „200 Jahre Kunstverein in Bremen“. Platz drei erhielt die Lloyd Caffee GmbH für ihren einzigartigen neuen Schütting Kaffee, der an die erste Kaffeestube in Bremen vor 350 Jahren erinnert.

Landestourismusforum

Bevor die Tourismusbranche des Landes Bremen gemeinsam die Besten feierte, wurde am Morgen zusammen inhaltlich gearbeitet. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Frage, welche Qualität Künstliche Intelligenz (KI) für eine nachhaltige Tourismusentwicklung haben kann? Die Teilnehmenden hörten dazu eine Keynote von Joachim Unterberger, Chief Innovation Officer & Chief Creative Officer der Tourismusmarketingagentur St. Elmos aus Wien und arbeiteten in einem Workshop zu den Ambivalenzen gegenüber Künstlicher Intelligenz. In einer Podiumsdiskussion nutzen die Experten die Chance, die Anwesenden auf die Bedeutung der KI als nützliches Instrument hinzuweisen.

 

Copyright: Michael Ihle



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