Technische Beschneiung sichert Pistenbetrieb in Lech trotz schneearmer Wintersaison

Die Wintersaison 2025/26 war im Alpenraum von unterdurchschnittlichen Naturschneemengen geprägt. Die Lech Bergbahnen AG hat dennoch eine positive Bilanz gezogen: Die Investitionen in die technische Beschneiung der vergangenen Jahre haben sich bewährt.
Insgesamt habe das Unternehmen rund 750.000 m³ technischen Schnee produziert – ein Plus von 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch sei dabei lediglich um rund 13 Prozent gestiegen, was auf die gestiegene Effizienz der modernen Anlagen zurückzuführen sei.
„Diese Wintersaison hat gezeigt, wie entscheidend eine leistungsfähige Beschneiungsinfrastruktur ist. Wir konnten unseren Gästen trotz schwieriger Ausgangsbedingungen vom ersten bis zum letzten Tag gute Pistenverhältnisse bieten – und genau das ist unser Anspruch", sagte Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG.
Grundlage dafür sei der im Sommer 2025 abgeschlossene erste Ausbauschritt mit einem Investitionsvolumen von 8 Millionen Euro gewesen. Das Hauptpumpwerk wurde auf die neue Leistung ausgerichtet, das Leitungsnetz erneuert und ausgebaut. In den vergangenen beiden Jahren habe das Unternehmen zudem in 80 neue Schneeerzeuger der Hersteller Supersnow und DEMACLENKO investiert. Nach Unternehmensangaben seien diese rund 40 Prozent energieeffizienter als die Vorgängermodelle. Auch in der kommenden Saison sollen weitere Schneeerzeuger und Schnei-Lanzen hinzukommen.
Zum Kontext: Der gesamte Stromverbrauch für die Beschneiung in Österreich habe laut Branchenangaben 0,3 Prozent des österreichischen Gesamtverbrauchs betragen. Davon sollen 90 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. In Lech sei dieser Anteil nach Unternehmensangaben bei nahezu 100 Prozent gelegen. Das verwendete Wasser sei ohne Zusätze in den natürlichen Kreislauf zurückgeflossen.
Die Lech Bergbahnen AG plane für den Sommer 2026 weitere Investitionen in Höhe von 5 Millionen Euro. Im zweiten Bauabschnitt sollen Leitungsarbeiten am Schlegelkopf folgen, die die Beschneiungsleistung in Richtung Kriegerhorn und Steinmähder zur nächsten Wintersaison verdreifachen sollen. Gemeinsam mit den Oberlecher Skigesellschaften sei der Bau des Beschneiungssees „Sulzen" geplant, um die verfügbaren Wasserressourcen zu erhöhen. Ziel sei es, die Pisten innerhalb von 50 bis 70 Stunden beschneien zu können. Im unteren Bereich des Madlochs sollen neue Lanzen eine schnellere und energieeffizientere Schneeproduktion ermöglichen.
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Bild: © Lech Bergbahnen AG, Fotograf: Lech Bergbahnen AG – Pumpstation bei der Talstation Schlegelkopf
