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HolidayCheck Urlaubsmonitor 2020: Reiselust bleibt hoch

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Grafik Holiday Check

 

Veranstalterpleiten, Airline-Insolvenzen und Flugscham – das vergangene Jahr bescherte der Reisebranche viele Herausforderungen. Doch der aktuelle HolidayCheck Urlaubsmonitor zeichnet ein deutliches Bild: Die Lust der Deutschen auf Entspannungsurlaub mit Sonne, Strand und Meer ist so groß wie immer.

HolidayCheck zegt in der mittlerweile fünften Ausgabe der Studie auf, wie es um Reisetrends und Preisentwicklungen für das Reisejahr 2020 bestellt ist. Basis hierfür sind über 100.000 Buchungen im Frühbucherzeitraum (01. November 2019 – 16. Februar 2020).

Urlaubsgefühle trotz Unsicherheiten

Zwei Ereignisse prägten demnach das Tourismusjahr 2019 nachhaltig: die Insolvenz der bis dahin viertgrößten deutschen Fluggesellschaft Germania im Februar und die Pleite des ältesten Pauschalreiseanbieters Thomas Cook im Oktober 2019. Trotz der einschneidenden Veränderungen stehen die Zeichen für den Pauschalreisemarkt zu Beginn des Jahres 2020 für HolidayCheck unverändert gut. Auch beinahe alle der Top Zehn Pauschalreiseziele der HolidayCheck Urlauber können im Zeitraum vom 1. November 2019 bis 16. Februar 2020 ein Wachstum verzeichnen.

„Die Zeichen stehen weiterhin auf Urlaub“, so Christoph Ludmann, CEO der HolidayCheck AG. „Die Reisefreude der Deutschen ist ungebrochen, was sich auch in unseren Buchungen widerspiegelt. Wir können keine negativen Auswirkungen der Herausforderungen feststellen, denen sich die Reisebranche im letzten Jahr stellen musste.“

Gedämpfter Beginn der Frühbuchersaison für Fernreiseziele

Die Unsicherheit der Urlauber äußert sich jedoch an anderer Stelle: So mussten Fernreiseziele wie die Dominikanische Republik, Mexiko, oder Thailand zu Beginn der Frühbuchersaison größere Verluste hinnehmen. „Besonders im November und Dezember des vergangenen Jahres konnten wir Auswirkungen der Thomas Cook Krise auf die Fernstrecke erkennen“, erklärt Marina Ackermann, Lead Tourism bei HolidayCheck.

„Urlauber, die bereits bei Thomas Cook gebucht haben, waren zum Teil noch unsicher, ob und wenn ja wie viel sie für den nicht durchgeführten Urlaub zurückbekommen. Auch die in Mitleidenschaft gezogene Charter-Fluggesellschaft Condor spielte dabei eine Rolle und wirkte sich negativ auf die Buchungsfreude der Urlauber bei typischen Condor-Destinationen aus. Trotz allem wollten die Urlauber oft nicht auf eine Reise verzichten. Anstatt einer erneuten teuren Fernreise wurde jedoch dann die preisgünstigere Alternative im Mittelmeerraum gebucht. Aktuell sehen wir, dass sich das Blatt wieder wendet und die Urlauber seit Anfang Februar auch wieder verstärkt Fernreiseziele buchen.“

Mit durchschnittlich über zehn Prozent Verlust im Vergleich zum Vorjahr verlieren Mexiko (-14 Prozent), Thailand (-13 Prozent) und die Dominikanische Republik (-10 Prozent) dennoch aktuell stark an Buchungen. Mittelmeerreiseziele wie Malta (+24 Prozent), Zypern (+18 Prozent) und Kroatien (+18 Prozent) liegen bei kontinuierlichem Buchungswachstum im Trend.

Spanien: Stagnation statt Innovation

Trotz des nur marginalen Wachstums (+2 Prozent) zwei Jahre in Folge behauptet Spanien auch in diesem Jahr noch den ersten Platz der beliebtesten Pauschalreiseziele der Deutschen. Doch die Luft wird merklich dünner, denn die Türkei holt mit großen Schritten auf. „Gründe für die anhaltende Buchungsflaute sind insbesondere die Rückgänge auf den Kanarischen Inseln. Vor allem fehlende Investitionen in die Modernisierung der Häuser und Angebote, bei gleichbleibend hohem Preisniveau veranlassen Urlauber, sich nach einer Alternative mit besserem Preis-Leistungsniveau umzusehen“, stellt Marina Ackermann fest. Etwas besser gestaltet sich die Lage auf den Balearen: Insbesondere Mallorca ist mit seinem breiten All-Inclusive Angebot und renovierten Hotel-Anlagen weiterhin beliebt bei den Urlaubern (+3 Prozent).

Türkei und Ägypten: Auf Erfolgskurs

Die Türkei kann auch im Reisejahr 2020 ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen. Mit rund sieben Prozent Zuwachs im Frühbucherzeitraum kann die Destination zwar nicht an ihr extremes Wachstum aus dem Vorjahr anknüpfen, holt aber immer weiter auf den Spitzenreiter Spanien auf. Mit einem Wachstum von 13 Prozent im Vergleich zur Frühbuchersaison 2019, setzt Ägypten zur Jagd auf die Top Zwei Urlaubsländer an. „Besonders Urlauber, die in den Jahren zuvor oft auf den Kanarischen Inseln waren, werden nun von dem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis in Ägypten angezogen“, so Marina Ackermann. „Deutlich lässt sich das am Beispiel der Region Hurghada erkennen – hier liegt der Zuwachs bei rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit liegen besonders im attraktiven Flugangebot und der Trenddestination El Gouna mit ihren zahlreichen Wassersport- und Freizeitmöglichkeiten.“

Griechenland und Vereinigte Arabische Emirate: Investitionen zahlen sich aus

Investitionen lohnen sich – das beweise der kontinuierliche Buchungszuwachs Griechenlands (+10 Prozent) und der Vereinigten Arabischen Emirate (+7 Prozent). Griechenland punktete besonders durch die zahlreichen Neueröffnungen von Boutique Hotels und dem Angebot neuer 4- bzw. 5-Sterne-Hotels bei den Urlaubern. Die Vereinigten Arabischen Emirate ziehen hingegen immer mehr Urlauber durch ihren gelungenen Mix aus Strand- und Stadturlaub an. So rücken durch die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur auch Baderegionen rund um Dubai, wie Ras Al Kaimah, mehr in den Blickpunkt der Urlauber. Aber auch die Hauptstadt der Emirate, Abu Dhabi, setzt neben dem Ausbau der touristischen Kapazitäten auf die ansprechende Mischung zwischen kultureller Urbanität und erholsamen Strandurlaub.

„In den Vereinigten Arabischen Emiraten muss man sich nicht zwischen Strand und Stadt entscheiden und das bei einem gemäßigten Preisniveau. Die Wege sind kurz und so findet man sich innerhalb weniger Minuten von einer belebten Einkaufsmall am feinsandigen Strand wieder – das schätzen die Urlauber“, erklärt Marina Ackermann.

www.HolidayCheck.de

Grafik: HolidaCheck

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