Rheinland-Pfalz: Land und Regionen berichten von positiver Tourismusentwicklung

Die Tourismusbranche in Rheinland-Pfalz hat die Saison 2025 als erfolgreich bewertet und hat eine stabile Buchungslage im ersten Quartal des neuen Jahres gesehen. Nach den Osterferien haben die Touristiker eine positive Bilanz gezogen und erwarteten für 2026 ein starkes Tourismusjahr. Darüber informierten Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Wolfgang Reh, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, sowie Yannick Jaeckert, Geschäftsführer der Trier Tourismus und Marketing GmbH, am 15. April 2026 in Mainz.
Wirtschaftsministerin Schmitt verwies auf die Entwicklung im vergangenen Jahr. Nach ihren Angaben erzielte Rheinland-Pfalz 2025 das beste touristische Ergebnis seit 2019. Sie betonte, dass der Ansatz einer stärkeren Zusammenarbeit im Land sowie der Ausbau des Tourismus als Wirtschaftsfaktor Wirkung zeigte. Grundlage dafür seien Investitionen in Marketing, Qualität und Digitalisierung gewesen. Schmitt hat Potenziale in naturnahen Angeboten, im Geschäftstourismus sowie in neuen Kombinationen von Arbeit und Freizeit gesehen. Für eine Workation biete Rheinland-Pfalz geeignete Bedingungen.
Im Doppelhaushalt 2025/2026 sollen rund 33 Millionen Euro für den Tourismus zur Verfügung stehen. Damit sollen die Arbeit der RPT, digitale Anwendungen inklusive KI sowie das Geschäftsfeld MICE gestärkt werden. Geplant sei eine engere Kooperation zwischen der RPT und dem Convention Bureau Mainz.
Laut Stefan Zindler präsentierte sich Rheinland-Pfalz als wirtschaftlich stabile Destination. Nach seiner Aussage verfügte das Land über engagierte Gastgeber und eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft. Die Jahreskampagne der RPT hat diese Grundstimmung aufgegriffen und stellte ausgewählte Reiseanlässe aus den Regionen heraus. Das Markenversprechen „Deine Goldene Zeit“ bleibe die kommunikative Grundlage.
2025 sollen laut Statistischem Landesamt rund 8,9 Millionen Gäste das Land besucht haben, 2,1 Prozent mehr als 2024. Die Zahl der Übernachtungen sei auf 22,6 Millionen gestiegen. Die Mehrheit der Gäste kam aus dem Inland.
Wolfgang Reh berichtete, dass die Osterferien 2026 einen guten Saisonauftakt gebracht hätten. Die Regionen investierten in nachhaltige Mobilität und online buchbare Angebote. Gleichzeitig wirkten steigende Kosten und der Fachkräftemangel belastend. Reh sehe die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Destination weiter zu stärken.
Beliebt seien Aktivitäten wie Wandern und Radfahren geblieben, dazu Kultur-, Wein- und Wellnessangebote. Die Reiseentscheidungen fallen überwiegend im ersten Quartal.
Yannick Jaeckert bezeichnete 2025 als erfolgreiches Jahr für den Städtetourismus. Die meisten großen Städte hätten ihr Vorjahresniveau gehalten oder verbessert. Städte fungierten als Zugänge zu den Regionen und bündelten Nachfrage.
Der Geschäftstourismus gewinne weiter an Bedeutung. Der MICE-Sektor biete Wachstumspotenzial, da die Städte über entsprechende Infrastruktur verfügten.
Zindler betonte die Bedeutung digitaler Systeme für das Tourismusmanagement. Mit der neuen Chatbot-Funktion im Tourenplaner Rheinland-Pfalz soll im Mai ein KI-basiertes Angebot starten. Der Chatbot unterstütze Nutzer bei der Planung von Wander- oder Radtouren und liefere Einschätzungen zu Anforderungen und Bedingungen.
Schmitt hob den Tourismus als Standortfaktor hervor. Nach ihren Angaben trage die Branche zu Wertschöpfung, Beschäftigung und regionaler Entwicklung bei. Zindler ergänzte, dass Tourismus Lebensqualität schafft und wirtschaftliche Impulse setzt.
Die Informationskampagne „Tourismus ist ein Plus für alle“, getragen von RPT, dem Wirtschaftsministerium, dem Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz, der DEHOGA Rheinland-Pfalz sowie der IHK-Arbeitsgemeinschaft, positionierte den Tourismus als Partnerin wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung. Laut Zindler soll die Kampagne 2026 mit neuen Inhalten fortgeführt werden. Dieses Verständnis bildete auch einen Kern der fortgeschriebenen Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz.
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