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Binnenmarketing-Botschaft: Berlin braucht seine Gäste

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

Nach zwei pandemischen Jahren, in denen deutlich weniger Gäste in die deutsche Hauptstadt kamen, nimmt der Tourismus in Berlin langsam wieder Fahrt auf – ein gutes Zeichen für die Tourismusbranche. Unter dem Motto „Berlin braucht seine Gäste“ machen die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, visitBerlin und zahlreiche Vertreter verschiedener Branchen ab sofort in verschiedenen Formaten darauf aufmerksam, welche Bedeutung die Gäste für Berlin haben.

Stephan Schwarz, Berlins Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin braucht seine Gäste, weil sie unsere Wirtschaft stark machen und damit uns alle. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Dadurch werden viele Arbeitsplätze geschaffen und viele Steuereinnahmen generiert, womit vieles in der Stadt bezahlt werden kann. Wir sind froh, dass die Touristen wieder in die Stadt kommen, dass die Restaurants, die Clubs, die Hotels wieder voll sind.“

Burkhard Kieker, visitBerlin-Geschäftsführer: „Erst unsere Gäste machen Berlin zur Weltstadt. Und Berlinerinnen und Berliner profitieren von den vielen Angeboten, die nur durch den Tourismus möglich sind – vom international renommierten Museum bis zum Späti im Kiez.“

 

Infografik Mehrwert Tourismus edited

 

In den kommenden Monaten wird die neue Kommunikationskampagne mit verschiedenen Maßnahmen wie Online-, Print- und Radiowerbung auf die Bedeutung des Tourismus aufmerksam machen. Den Auftakt bildet die Webseite https://about.visitberlin.de/mehrwert-tourismus mit Zahlen neuester Studien zum Wirtschaftsfaktor Tourismus und Statements von vielen Vertreter:innen der Branche. Die Kampagne wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und visitBerlin initiiert, zahlreiche Verbände sowie touristische Partner und Berlins Attraktionen beteiligen sich daran.

Berlins Wirtschaft profitiert

2019 profitierte die Berliner Wirtschaft vom Tourismus deutlich: Tourist:innen haben in Berlin 16,9 Milliarden Euro ausgegeben und die gesamte Tourismuswirtschaft als Querschnittsbranche des Gastgewerbes, Transportwesens, Handels, verarbeitenden Gewerbes sowie Kultur, Sport und Freizeit unterstützt. 2020 waren es pandemiebedingt 8 Milliarden Euro und damit 53 Prozent weniger. Das ist das Ergebnis der neuesten Studie Tourismus-Satellitenkonto (TSA) des DIW Econ. 2019 entsprach dies einer Bruttowertschöpfung von 9,4 Milliarden Euro (zum Vergleich Bauwirtschaft: 5,9 Mrd. Euro) und einem Anteil in Höhe von 6,6 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung Berlins. Durch die Corona-Pandemie waren es 2020 etwa 4,5 Milliarden Euro, die 3,2 Prozent entsprechen. Dies waren im Jahresvergleich 52,5 Prozent weniger.

Während des Berlin-Besuchs gab 2020 jeder deutsche übernachtende Gast 173,50 Euro am Tag aus, internationale Gäste 167,90 Euro. Bei Gästen in Sharing-Unterkünften liegen die Tagesausgaben bei 91 Euro. Campingplatzbesucher:innen lassen etwa 56 Euro in Berlin, Besucher:innen bei Freunden und Tagesbesucher:innen rund 29 Euro pro Tag. Hotels, Einzelhandel und Gastronomieprofitieren am meisten von Gästen, gemessen an den Ausgaben.

Elf Prozent aller erwerbstätigen Berliner:innen, das sind rund 227.900 Menschen, lebten 2019 vom Tourismus. Coronabedingt waren diese Zahlen 2020 niedriger: So konnten zuletzt 95.600 Menschen, also 4,6 Prozent aller erwerbstätigen Berliner:innen, vom Tourismus leben. Diese Differenz von über 58 Prozent Beschäftigen hat der Berliner Tourismus coronabedingt an andere Branchen verloren – sie werden nun wieder dringend im aktuell belebten Berliner Tourismus-Business gebraucht. Die Studien stehen hier zum Download zur Verfügung.

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