Deutsches Bratwurstmuseum feiert 622 Jahre Bratwurstgeschichte

Am 20. Januar 2026 jährte sich die älteste bekannte urkundliche Erwähnung der Bratwurst zum 622. Mal. In der Propsteirechnung des ehemaligen Arnstädter Jungfrauenklosters aus dem Jahr 1404 fand sich der Eintrag „I g vor darme czu brotwurstin“. Diese Notiz gelte als ältester historischer Beleg für die Thüringer Rostbratwurst.
Die Thüringer Rostbratwurst zähle zu den bekanntesten kulinarischen Spezialitäten des Freistaats. Von Altenburg bis Eisenach und von Nordhausen bis Sonneberg präge sie das gastronomische Angebot und gilt als Symbol regionaler Identität. In Befragungen zu „typisch Thüringen“ belegte sie regelmäßig Spitzenplätze. Seit 2003 ist die Bezeichnung „Thüringer Rostbratwurst“ nach EU-Recht geografisch geschützt.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte in Mühlhausen der erste dokumentierte Export von Bratwürsten in die USA. Die Fleischerei Richter am Stadtwald verschickte damals Thüringer Bratwürste über den Atlantik. In unmittelbarer Nähe befindet sich heute das 1. Deutsche Bratwurstmuseum, das die Geschichte und Herstellung der Bratwurst dokumentiert.
Zum 622. Jubiläum der urkundlichen Erwähnung hat das Museum am 20. Januar 2026 von 10 bis 17 Uhr zu einem Thementag eingeladen. Das Haus zeigte die kulturelle und handwerkliche Bedeutung der Thüringer Bratwurst und verband Ausstellung, Gastronomie und Erlebnisangebote. Neben der Dauerausstellung bot das Museum ein Außengelände mit thematischen Installationen, Schaugärten und Gehegen mit einheimischen Tierrassen.
Das 1. Deutsche Bratwurstmuseum wurde am 16. August 2023 nach einem Umzug an den neuen Standort am Mühlhauser Stadtwald wiedereröffnet. Der Standortwechsel erfolgte aufgrund gestiegener Besucherzahlen und einer verbesserten infrastrukturellen Anbindung. Das Gelände wird von einem 1404 Quadratmeter großen Monumentalgemälde des Arnstädter Künstlers Christoph Hodgson eingerahmt.
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Bild: © Andy M. auf Pixabay
