Bayerische Heilbäder verzeichnen 2025 leichtes Plus bei Gästen und Übernachtungen

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Bayerische Heilbäder verzeichnen 2025 leichtes Plus bei Gästen und Übernachtungen

 

Der Gesundheits- und Präventionstourismus ist ein zentraler Wachstumstreiber im Bayerntourismus geblieben. Nach Angaben des Bayerischen Heilbäder-Verbands entfielen im Jahr 2025 rund 23,3 Millionen Übernachtungen und 5,6 Millionen Gästeankünfte auf die Heilbäder und Kurorte des Freistaats. Damit fand nahezu jede vierte Übernachtung in Bayern in einem prädikatisierten Ort statt. Die Bilanz stellten Heilbäder-Präsident Peter Berek und Tourismusministerin Michaela Kaniber am 9. Februar in München vor.

„Sowohl Gästeankünfte als auch Übernachtungen liegen rund ein Prozent über den Werten von 2024. Damit sind die Kur- und Heilbäder stärker gewachsen als der bayerische Tourismus insgesamt", so Berek. „Gesundheitsurlaub ist gerade in Bayern ein Zukunftsmarkt und ein stabiler Motor für Tourismus, Wirtschaftskraft und Beschäftigung – insbesondere im ländlichen Raum“, sagte Berek. Die prädikatisierten Heilbäder und Kurorte seien ein fester Bestandteil des bayerischen Gesundheitswesens und ein wichtiger Faktor für die touristische Entwicklung.

Nach Angaben des Verbands sicherte die Branche rund 100.000 Arbeitsplätze, erwirtschaftete 4,5 Milliarden Euro Wertschöpfung und generierte 465 Millionen Euro Steuereinnahmen. „Aus jedem Euro, den wir in Prävention und Rehabilitation investieren, entsteht ein fünffacher Effekt für die Regionen“, so Berek.

Er wies zugleich auf die besonderen Anforderungen der prädikatisierten Orte hin. Das Prädikat gehe mit zusätzlichen Investitionen und Pflichtaufgaben einher – von der Gesundheitsinfrastruktur bis zu zertifizierten Angeboten. „Diese Sonderleistungen dürfen in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte nicht dazu führen, dass funktionierende Strukturen schleichend ausgehöhlt werden“, mahnte Berek. Der Verband erneuerte seine Forderung nach einem finanziellen Ausgleich für die Sonderlasten aus den mittelbaren Pflichtaufgaben der Bayerischen Anerkennungsverordnung.

Eine aktuelle Online-Erhebung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) hat die Bedeutung der Prädikatisierung unterstrichen. 86 Prozent der befragten Kurorte bewerteten sie als entscheidend für Image und Außenwirkung. 78 Prozent sahen darin einen wesentlichen Faktor für Marketing und Gästegewinnung, 73 Prozent nutzten sie als Steuerungsinstrument für Tourismus- und Infrastrukturentwicklung.

Ein Beispiel für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitstourismus war die im Januar eröffnete neue Therme in Oberstdorf. „Oberstdorf setzt bewusst auf Gesundheit als Ganzjahresstrategie und hochwertigen Qualitätstourismus – das ist ein starkes Beispiel für mutige Investitionen“, sagte Berek. Die Frühjahrstagung des Bayerischen Heilbäder-Verbands finde im April in Oberstdorf statt. Dort wollen die rund 70 Mitgliedsorte und Kurbetriebe die Wertschöpfungs- und Wachstumspotenziale des Gesundheitstourismus weiter in den Fokus rücken.

Die Heilbäder und Kurorte setzten ihre Weiterentwicklung fort. Schwerpunkte lagen auf Prävention, Resilienz und Longevity, auf wissenschaftsbasierten Naturheilverfahren, Waldgesundheit sowie auf Workation-Modellen, die Arbeiten und gesundheitsorientierte Auszeiten verbinden. „Wir entwickeln uns weiter – innovativer, präventionsstärker und digitaler – und bauen gleichzeitig auf unsere gewachsenen Stärken“, so Berek.

Trotz Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Investitionsbedarf zeigte sich der Verband optimistisch. „Bayern ist Reha-Land Nummer eins und Vorreiter in der Prävention. Die Aufgaben sind groß, aber wir meistern sie“, betonte Berek. „Der Gesundheitsurlaub bleibt auch 2026 ein zentraler Motor für den Bayerntourismus und die Entwicklung des ländlichen Raums.“

 

Mehr InformationenHerzlich willkommen beim Bayerischen Heilbäder-Verband e.V.!

Bild: © Leonie Lorenz – Der Gesundheits- und Präventionstourismus bleibt ein zentraler Wachstumstreiber des Bayerntourismus. Rund 23,3 Millionen Übernachtungen - beinahe jede vierte Nächtigung in Bayern - und 5,6 Millionen Gästeankünfte entfielen 2025 auf Bayerns Heilbäder und Kurorte.

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