Bundeskabinett beschließt Nationale Tourismusstrategie – positive Reaktionen aus Baden-Württemberg und vom DTV

Das Bundeskabinett hat heute die Nationale Tourismusstrategie verabschiedet. Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, begrüßte den Beschluss und betont die Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft und Lebensqualität im Land.
„Der Tourismus ist ein enormer Wirtschaftsfaktor in Deutschland und hat darüber hinaus eine zentrale Bedeutung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in den Regionen des Landes und ganz besonders auch in Baden-Württemberg“, so Rapp. „Mit seinen vielfältigen Regionen, von Schwarzwald und Bodensee über die Schwäbische Alb bis hin zu unseren Städten, ist der Tourismus ein zentraler Pfeiler der wirtschaftlichen Entwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land. Die Nationale Tourismusstrategie trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland zu sichern und zu stärken. Dies kommt auch tourismusstarken Bundesländern wie Baden-Württemberg zugute.“
Als Querschnittsbranche habe der Tourismus zahlreiche Berührungspunkte mit anderen Politikfeldern. „Gerade in einem wirtschaftsstarken und zugleich touristisch vielfältigen Land wie Baden-Württemberg ist es von besonderer Bedeutung, dass der Tourismus in den Belangen der allgemeinen Bundespolitik verankert wird und das Tourismusbewusstsein in Gesellschaft, Politik und Verwaltung gefördert wird“, erklärte Rapp.
„Ich begrüße daher ausdrücklich, dass die Nationale Tourismusstrategie die bundespolitischen und für den Tourismus zukunftsrelevanten Themen der Fachkräftesicherung und Arbeitsmarktpolitik konkret angeht. Die geplante Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit anstelle einer täglichen bringt nicht nur für Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe Erleichterungen. Sie bietet auch für die Mitarbeitenden flexiblere Planungsmöglichkeiten, sodass sich Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren lassen. Dass die Digitalisierung und die Vereinfachung der Visaverfahren ebenfalls noch in diesem Jahr angegangen werden sollen, um damit Reiseerleichterungen für Gäste zu erreichen sowie dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist ebenfalls ein wichtiger Schritt für die Sicherung der Betriebe und der Wettbewerbsfähigkeit“, führte Staatssekretär Rapp weiter aus.
Darüber hinaus begrüßte Rapp die geplanten Verbesserungen im Luftverkehr. „Insbesondere gesenkte Standortkosten im Flugverkehr sind für Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung, da sie nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Flughäfen und Airlines im naturgemäß sehr international geprägten Luftverkehrsmarkt stärken, sondern auch den Tourismus fördern, die Gewinnung internationaler Gäste nachhaltig unterstützen und die wirtschaftliche Anbindung Baden-Württembergs in die Welt ermöglichen. Für eine bessere Anbindung Baden-Württembergs an die Drehkreuze der Golfregion setzen wir uns zudem derzeit auch für Landerechte von Emirates am Flughafen Stuttgart ein.“
Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) kommentierte: „Erstmals bekennt sich der Bund darin klar zu seiner koordinierenden Rolle. Auch die Tatsache, dass sich die Bundesregierung seit sehr langer Zeit im Kabinett grundsätzlich mit dem Tourismus beschäftigt, ist ein wichtiges Zeichen für die Relevanz der Branche in Deutschland. Wir begrüßen, dass die Strategie die Attraktivität der deutschen Reiseregionen vor allem durch eine leistungsfähige Infrastruktur verbessern will. Damit wird die Grundlage für eine nachhaltige Qualität der touristischen Angebote geschaffen.“
Er ergänzte: „Wenn Busse, Bahnen und Fähren nicht fahren, bleiben die Gäste aus. Leistungsfähige Verbindungen zum Reiseziel und vor Ort sind für die Tourismusentwicklung entscheidend. Wir brauchen eine moderne, funktionierende touristische Infrastruktur in ihrer gesamten Breite, um Deutschland als Destination attraktiv zu halten.“
Abschließend sagte Meyer: „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Strategie in dieser Legislaturperiode so schnell erarbeitet wurde. Nun müssen die Ziele im neuen Tourismuspolitischen Forum in konkrete Maßnahmen überführt und vom Bund finanziell abgesichert werden. Wir wollen dabei auch über eine sichere finanzielle Basis des öffentlich geförderten Tourismus in Deutschland sprechen, die insbesondere bei den Kommunen zunehmend unter Druck gerät.“
Hier geht es direkt zur Strategie.
Mehr Informationen: Startseite: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und Deutscher Tourismusverband: Wir machen den Tourismus stark. In Deutschland.
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