Schleswig-Holstein: Tourismus-Politbarometer dokumentiert Optimismus

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polit2015


Die Tourismuspolitik will neue Akzente setzen, und bei den touristischen Akteuren kommt das anscheinend auch an. Für den Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH) ist das ein Fazit aus dem aktuellen Tourismus-Politbarometer, das der Verband in Auftrag gegeben hatte und dessen Ergebnisse er Mitte April in Kiel vorstellte.

Die Antworten seien demnach eindeutig: Von den 570 befragten touristischen Akteuren aus Kommunen und lokalen Organisationen, Hotel- und Freizeitbetrieben sowie Verbänden ist eine im Vergleich zu den Vorjahresuntersuchungen signifikante Mehrheit der Meinung, dass die tourismuspolitischen Anstrengungen der Landesregierung deutlich wahrzunehmen seien. 86 Prozent aller Befragten gaben an, die Tourismuspolitik der Landesregierung wahrzunehmen, 2012 waren es 78 Prozent.

„Die Tourismuswirtschaft gewinnt wieder an Vertrauen in die politischen Rahmenbedingungen und sieht ihre Anliegen wieder besser vertreten“, bewertete der TVSHVorsitzende Dr. Jörn Klimant die Studie positiv. Und auch den Grund dafür brachte Klimant auf den Punkt: „An der Tourismusstrategie 2015 und deren Umsetzungsstrategie haben alle relevanten Interessenvertretungen mitgearbeitet. Hier ist etwas entstanden, das dem Tourismus die Bedeutung verleiht, die seiner Wirtschaftskraft auch gebührt.“ Darüber hinaus sei die verbesserte Kommunikation ein echter Erfolgsfaktor. „Wir reden wieder mehr und vertrauensvoller miteinander. Jetzt ist es aus unserer Sicht unerlässlich, dass wir weiter gemeinsam am Ausbau des Umsetzungsmanagements arbeiten. Das ist der Schlüssel zum Erfolg in der Zukunft“, so Klimant weiter.

KMU mit einbeziehen

Bis 2025 sollen in Schleswig-Holstein 30 Prozent mehr touristischer Bruttoumsatz, 30 Mio. gewerbliche statistisch erfasste Übernachtungen und die Top 3 der Gästezufriedenheit erreicht werden. „Diese hoch gesteckten Ziele können wir nur gemeinsam erreichen, und wir sind froh, dass sich das Land dabei als Motor und Federführer sieht“, ergänzt Klimants Stellvertreter Frank Behrens. Nach seiner Auffassung ist es besonders wichtig, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Tourismus in diese Kommunikation mit einzubeziehen. „Diese haben eine überragende Bedeutung für die Tourismuswirtschaft und sind bei Problemen stets als erste betroffen. Wir müssen Strategien und Herausforderungen nachhaltig bis ganz nach unten kommunizieren“, stellte er fest. Als Beispiel nannte Behrens den bereits jetzt vielerorts feststellbaren Fachkräftemangel.

In der Summe hätten die Tourismusakteure hohe Erwartungen an die Landesregierung als Partner, seine Verantwortung für den Tourismus als bedeutendem Wirtschaftszweig wahrzunehmen. „Ein wesentlicher Punkt ist für uns hier die Planungssicherheit“, sagte TVSH-Vorstandsmitglied Uwe Wanger. „Gemeinsame Aufgabe aller Tourismusakteure ist es, den hohen Stellenwert des Tourismus weiter zu betonen und zu kommunizieren, um auf allen Ebenen die Basis für sachgerechte Entscheidungen im Sinne des Tourismus zu legen“, forderte er.

Mit dem Tourismus-Politbarometer 2015 wurden zum dritten Mal Meinungen der touristischen Akteure zur Tourismuspolitik im Land eingeholt. Erstellt hat sie das Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste. Die Untersuchung wird jährlich durch den Tourismusverband Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben und soll die Stimmung der Tourismusakteure widergeben.

www.tvsh.de

Tags: Bundesland: Schleswig-Holstein

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