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ADAC Camping Monitor 2020: „Der Trend kennt nur eine Richtung - nach oben“

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Infografik, camping monitor

 

Von Wachstumsmüdigkeit keine Spur: „Der größte touristische Treiber in Deutschland ist Camping – es gibt kein Segment, das stärker wächst“, sagte Uwe Frers, Geschäftsführer von ADAC Camping auf der CMT. „Der Trend kennt nur eine Richtung: nach oben“.

Bei der Vorstellung des ADAC Camping Monitors präsentierte er die entsprechenden Zahlen dazu: Allein bei den Neuzulassungen von Caravans, Wohnwagen und Reisemobilen gab es 2019 in Deutschland eine Zunahme von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Zahl der Campingurlauber wächst – allein von Januar bis Oktober 2019 gab es 10.862.000 Anreisen auf deutschen Campingplätzen, mehr als im gesamten Jahr 2018 – steht dem nur eine geringe Zunahme von Plätzen gegenüber: 2017 standen 2986 Campingplätze in Deutschland zur Verfügung, 2018 waren es 3024. Europaweit betrachtet hat die Zahl der Campingplätze sogar abgenommen. „Die Nachfrage steigt, das Angebot nicht“, fasst Frers zusammen. Dies zwinge die Camper, frühzeitig online zu buchen. „Wer seinen Platz nicht im Frühjahr reserviert hat, hat in der Hochsaison keine Chance auf einen Platz“, warnte Frers.

Bei den beliebtesten Reisezielen der deutschen Camper steht das eigene Land an erster Stelle, gefolgt von Italien, Kroatien bis zu Frankreich an vierter Stelle. Die Zunahme des Campingtourismus werde auch durch den Winter genährt, die Zahl der Camper, die von November bis Februar auf Tour gegangen sind, habe im vergangenen Jahr um 26 Prozent zugenommen. Insgesamt nehme die Zahl der Stellplätze für Dauercamper ab, wovon vor allem die Angebote für Glamping und Mobile Homes profitierten. Ein weiterer Trend sei das Luxuscamping: Mit größeren Stellplätzen für jeden einzelnen und einer komfortablen Ausstattung wie einem eigenen Sanitärbereich.

Nachhaltigkeit ist ein hoher Wert für Camper

Was Frers besonders freut: Camping steht auch bei jungen Leuten hoch im Kurs. „Besonders für die Millenials, die zwischen Mitte 20 und Mitte 30 sind, ist Camping attraktiv“. Ein Trend, der sich bei Google und Instagram unter dem Hashtag „Vanlife“ ablesen lässt.

Für viele Camper ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Wert. „Camper nehmen Rücksicht auf die Natur und das hat die Branche früh erkannt“, so Frers. Derzeit sind 220 Plätze in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Kroatien und Slowenien bei der Vereinigung Ecocamping verzeichnet, 2020 werden auch Plätze in Portugal und Spanien dabei sein.

Nicht nur die Nähe zur Natur, auch die Qualität der Anlagen seien den Nutzern wichtig. 2020 seien 19 Fünf-Sterne-Plätze in den ADAC Campingführer dazugekommen, mittlerweile gibt es also 134 dieser sogenannten „Superplätze“. Allerdings: die Zahl der vom ADAC nach bestimmten Kriterien vergebenen Sterne korreliert nicht mit den Bewertungen, die die Nutzer selbst vergeben. „Auch ein Ein-Sterne-Platz kann von einem zufriedenen Camper mit fünf Sternen bewertet werden – weil er beispielsweise die Lage direkt am See viel höher einschätzt als den Komfort in den Sanitäranlagen“, berichtete Frers.

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ADAC Campingführer erscheint 2021 bei Gräfe und Unzer Verlag

Im nächsten Jahr geht auch der ADAC neue Wege in Sachen Camping: So wird der Campingführer 2021 nach einem Relaunch im Verlag Gräfe und Unzer erscheinen, zudem soll es im Verlagsprogramm dann auch weitere Titel für neue Zielgruppen geben, die sich emotionaler den Themen Vanlife oder Campen am See widmen.

Zufrieden zeigte sich Uwe Frers mit der Entwicklung der ADAC eigenen Buchungsplattform Pincamp: „Im Vergleich zu 2018 haben sich die Zahlen der Weiterleitungen zu den Campingplätzen verdoppelt. Wir sind die am stärksten wachsende Campingplattform.“ Auch die ADAC Camping-App ist auf Kurs, laut Frers sei sie in Deutschland die am häufigsten verkaufte touristische App ist. „Unser erstes Ziel ist es, die europäischen Campingplätze online buchbar zu machen“, bilanziert Frers die strategische Ausrichtung von ADAC Camping.

https://www.pincamp.de/
www.adac.de

Bild: ADAC, Pincamp/Infografik