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München führt Smart City Index 2023 an

am . Veröffentlicht in eTourismus & Online-Marketing

Karte Deutschland

 

Der Smart City Index hat den aktuellen Stand der Digitalisierung in 81 deutschen Großstädten ermittelt. Mit 84,5 von 100 möglichen Punkten hat sich München an die Spitze des Gesamtrankings gesetzt - dicht gefolgt von Hamburg mit 83,9 Punkten und Köln mit 83,2 Punkten. Das sind die Ergebnisse des Smart City Index 2023, die der Bitkom jetzt vorgestellt hat.

Der Index bewertet die Digitalisierung von deutschen Großstädten in fünf Hauptkategorien: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Dazu wurden insgesamt mehr als 12.700 Datenpunkte für 81 Städte erfasst, überprüft und qualifiziert.

Die Top 10 in der Übersicht:

  1. München (84,5 Punkte)
  2. Hamburg (83,9 Punkte)
  3. Köln (83,2 Punkte)
  4. Nürnberg (80,1 Punkte)
  5. Aachen (79,3 Punkte)
  6. Dresden (78,5 Punkte)
  7. Osnabrück (77,6 Punkte)
  8. Stuttgart (77,2 Punkte)
  9. Ulm (76,8 Punkte)
  10. Karlsruhe (76,6 Punkte)

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betonte die Bedeutung der Digitalisierung für die Städte: „Der fünfte Smart City Index zeigt genauer als je zuvor den Stand der Digitalisierung der deutschen Großstädte. Wir haben die untersuchten Indikatoren erweitert, zudem haben wir erstmals das wichtige Thema Bildung mit in den Blick genommen. Wir sehen eine große Dynamik innerhalb des Rankings. Unter den Top 10 finden sich aber nicht nur Metropolen wie München und Hamburg, sondern auch kleinere Universitätsstädte wie Aachen, Osnabrück oder Ulm. Das zeigt einmal mehr, dass man nicht groß sein muss, um smart sein zu können. Wichtig sind vielmehr ein professionelles Management der Digitalisierungs-Aktivitäten und ein gemeinsames Engagement von Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft vor Ort.“

Hidden Champions und Fokusthemen

Der Index zeigt auch, dass Städte in verschiedenen Kategorien unterschiedliche Stärken aufweisen: Trier, in der Gesamtbewertung auf Platz 13, sichert sich in der Kategorie Energie und Umwelt die Poleposition. Auch Ulm hat einen bemerkenswerten Aufstieg geschafft und mit Platz 9 (76,8 Punkte) erstmals den Sprung in die Top 10 gemeistert. Düsseldorf, Regensburg, Bochum und Augsburg glänzen in der Verwaltungskategorie. Bei IT und Kommunikation erreichte Kiel den dritten Platz.

Digitalisierung kommt nicht überall gleich schnell voran

Insgesamt gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern in Bezug auf die Digitalisierung ihrer Städte. Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen schneiden im Durchschnitt besser ab, während Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eher schlechter abschneiden. Auffällig ist, dass Universitätsstädte im Durchschnitt bessere Ergebnisse erzielen, so Wintergerst: „In Städten mit Hochschulen fällt der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis deutlich leichter. Städte profitieren auch von Tech-Startups mit ihrem innovativen Technologie-Einsatz und frischen Blick auf Herausforderungen. Wenn Startups die Möglichkeit bekommen, Smart-City-Anwendungen vor Ort in Kooperationen zu testen, ist das eine klassische Win-Win-Situation.“

Besonders erfolgreich haben sich Städte wie Rostock, Erfurt oder Göttingen entwickelt – Rostock ist um 31 Plätze auf Rang 40 geklettert, Erfurt, 2022 noch letztplatziert, landet dieses Jahr auf Rang 55 und Göttingen macht 20 Plätze gut und steht im Smart City Index 2023 auf Rand 53. „Digitalisierung ist auch in den Städten kein Zustand, sondern ein Prozess der ständigen Veränderung“, betont Wintergerst.

Das gesamte Ranking der 81 deutschen Großstädte mit den Ergebnissen in allen Teilbereichen ist als interaktive Online-Karte unter www.smart-city-index.de  verfügbar.

Der Smart City Index zeigt, dass die Digitalisierung nicht nur eine Frage der technologischen Kapazität, sondern auch der Umsetzung und Zusammenarbeit ist. Dies ist auch eines der zentralen Themen der SCCON, die vom 7. bis 9. November 2023 auf dem Berliner Messegelände stattfindet.

https://www.smartcountry.berlin/

Grafik: bitkom



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