Mecklenburg-Vorpommern startet Umsetzung der Fachkräftezuwanderungsstrategie

Das Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern hat am 22. Januar 2026 die „Fachkräftezuwanderungsstrategie für das Land Mecklenburg-Vorpommern“ verabschiedet. Ziel sei es, internationale Fachkräfte gezielt zu gewinnen, langfristig zu binden und die Attraktivität des Landes für qualifizierte Arbeitskräfte zu erhöhen.
Das Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern hat am 22. Januar 2026 die „Fachkräftezuwanderungsstrategie für das Land Mecklenburg-Vorpommern“ verabschiedet. Ziel sei es, internationale Fachkräfte gezielt zu gewinnen, langfristig zu binden und die Attraktivität des Landes für qualifizierte Arbeitskräfte zu erhöhen.
Mecklenburg-Vorpommern sei angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Fachkräftebedarfs verstärkt auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit sagte: „Wir setzen die Strategie mit einem ganzen Paket konkreter Maßnahmen und Instrumente um. Dabei stehen unsere vielen kleinen und mittleren Unternehmen im Fokus. Sie haben oft wenig Erfahrung mit der internationalen Rekrutierung und begrenzte zeitliche und finanzielle Ressourcen.“
Zu den neuen Maßnahmen des Wirtschaftsministeriums zähle eine Rekrutierungsförderung, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Anwerbung von bis zu drei Mitarbeitenden oder Auszubildenden aus dem nichteuropäischen Ausland finanziell unterstütze. Ziel sei es, die Kompetenzen der Unternehmen im Bereich internationaler Fachkräftegewinnung zu stärken.
Gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) biete das Land zudem ausbildungsvorbereitende Sprachkurse an. Diese sollen angehende Auszubildende im Tourismus und im Gesundheitswesen frühzeitig auf sprachliche Anforderungen im Betrieb und in der Berufsschule vorbereiten.
„Internationale Fachkräfte sind ein unverzichtbarer Teil unserer Wirtschaft. Mit neuen, ganz konkreten Maßnahmen setzen wir die Fachkräftezuwanderungsstrategie des Landes um und geben insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen praktikable Instrumente an die Hand“, erklärte Dr. Blank.
Die Partner des Zukunftsbündnisses sollen das Maßnahmenpaket unterstützen. Sie betonten, erfolgreiche Fachkräftezuwanderung erfordere faire Verfahren, transparente Bedingungen, zügige Anerkennungsprozesse sowie eine gelebte Willkommens- und Integrationskultur. Auch die Vermittlung interkultureller Kompetenzen gewinne an Bedeutung.
Mit der Fachkräfte-Service-Zentrale M-V verfüge das Land über eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Einzelpersonen, die Unterstützung bei der Gewinnung und Integration von Fachkräften aus dem In- und Ausland benötigen.
Ideenaufruf zur Fachkräftegewinnung gestartet
Am 17. Februar 2026 hat das Wirtschaftsministerium den Ideenaufruf „Internationale Fachkräfte für die regionale Wirtschaft gewinnen und halten“ gestartet. Gesucht werden Projektideen, die Unternehmen bei der Rekrutierung und Integration internationaler Fachkräfte unterstützen.
Gefördert werden sollen Projekte im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Förderfähig seien überbetriebliche Rekrutierungsprojekte sowie Vorhaben zur betrieblich-sozialen Integration internationaler Fachkräfte.
Überbetriebliche Rekrutierungsprojekte sollen konzeptionelle oder praktische Voraussetzungen für die Anwerbung von Fachkräften im Ausland schaffen oder konkrete Rekrutierungsvorhaben umsetzen. Voraussetzung sei die Beteiligung von mindestens drei Unternehmen, vorzugsweise kleinen und mittleren Betrieben.
Projekte zur betrieblich-sozialen Integration sollen auf eine bessere Eingliederung internationaler Fachkräfte in Unternehmen abzielen. Dazu sollen Maßnahmen zur Förderung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, zur Stärkung interkultureller Kompetenzen und zur Verbesserung des Betriebsklimas zählen. Auch Mentorinnen- und Mentorenprogramme sowie diskriminierungsfreie Personalinstrumente können Teil der Förderung sein.
Mit den geplanten Maßnahmen wolle Mecklenburg-Vorpommern die Fachkräftesicherung in der regionalen Wirtschaft langfristig stärken und die Integration internationaler Arbeitskräfte fördern.
Mehr Informationen: Branchentreff für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern
Bild: © Arek Socha auf Pixabay
