Ruhr Tourismus GmbH startet Projekt zur urbanen Kunstvermittlung

Die Ruhr Tourismus GmbH hat EU- und Landesmittel aus dem EFRE-Programm für die neue Street-Art Route Ruhrgebiet erhalten. Regierungspräsident Thomas Schürmann bestätigte die Förderung. Das Projekt soll im gesamten Ruhrgebiet eine erlebbare Route für urbane Kunst schaffen.
Die RTG plane acht neue großformatige Fassadenkunstwerke und ein weiteres Werk mit besonderer regionaler Bedeutung. Zudem binde sie rund 20 bestehende Graffiti-Arbeiten in die Route ein. Die neuen Urban Trails sollen das Angebot ergänzen. Bis zu 15 Touren zwischen sieben und fünfzehn Kilometern Länge sollen zu Street-Art- und Graffitikunstwerken führen. Sie sollen städtische Orte mit Standorten des Strukturwandels verbinden und durch kreative Quartiere führen. Nach Angaben der RTG entstehen dabei Kooperationen mit der lokalen Kreativwirtschaft aus Gastronomie, Kultur und Szene.
Das Förderprojekt wolle Street-Art und Städtetourismus enger verzahnen. Nach Angaben der RTG präge Street-Art das Ruhrgebiet seit vielen Jahren und spiegele den regionalen Wandel. Besucherinnen und Besucher sollen Kunst im öffentlichen Raum unmittelbar erleben. Künstlerinnen und Künstler der Urban-Arts-Szene sollen die Route in digitalen Formaten präsentieren. Augmented Reality werde die neuen Werke ergänzen. Die Inhalte sollen in filmischen Porträts und Storys auf Social-Media-Kanälen erscheinen.
„Die Street‑Art Route ist ein neues Kapitel für das Ruhrgebiet – sie bringt Kunst in den Alltag, verbindet Städte miteinander und zeigt, wie lebendig unsere urbane Kulturlandschaft ist“, sagte Axel Biermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH. „Die Street-Art Route Ruhrgebiet wird genauso wie das Projekt urban.Trails das Ruhrgebiet als Kreativdestination erlebbar machen.“
Für NRW sollen im EFRE/JTF-Programm 2021–2027 rund 4,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Die Mittel setzten sich aus EU-Fördergeldern des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Just Transition Fund, der Landesfinanzierung und den Eigenanteilen der Projekte zusammen. Unterstützt werden sollen Vorhaben aus den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstand, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Regionen mit Kohlerückzug. Das Projekt Street-Art Route Ruhrgebiet sei im Rahmen des Projektaufrufs Erlebnis.NRW vom Wirtschaftsministerium, vom Kulturministerium und vom Umweltministerium zur Förderung vorgeschlagen worden.
Mehr Informationen: Mein Ruhrgebiet - Ruhr Tourismus GmbH
Bild: © Pascal Tönnissen – Symbolische Scheckübergabe vor "Jakob der Bruder"/v.l.n.r. H.Deuter, A.Angelstorf, Regierungspräsident T.Schürmann, A.Biermann, S.Thönnessen.