Aktualisierte Destinationsstrategie für die touristische Entwicklung im Erzgebirge

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Aktualisierte Destinationsstrategie für die touristische Entwicklung im Erzgebirge

 

Der Tourismusverband Erzgebirge e.V. hat die Destinationsstrategie Erzgebirge 2030 aktualisiert. Der Vorstand bestätigte die inhaltliche Ausrichtung im April 2026 einstimmig. Die Region verfügt damit über einen verbindlichen Fahrplan für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren.

Die Strategie verfolge das Ziel, das Erzgebirge als attraktive, nachhaltige und ganzjährig erlebbare Mittelgebirgsregion zu stärken. Nach Angaben des Verbands präge die UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří das touristische Profil und erhöhe die internationale Sichtbarkeit.

Der Tourismus gelte im Erzgebirge als bedeutender Wirtschaftsfaktor, der Wertschöpfung erzeuge und Arbeitsplätze sichere. Die Strategie hat wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte einbezogen. Sie umfasse aktuelle Kennzahlen zu Gästezahlen und Übernachtungen sowie zentrale Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Mobilität, Digitalisierung, Barrierefreiheit und veränderte Reisebedürfnisse.

Ein Schwerpunkt liege auf der Weiterentwicklung des Erzgebirges als Ganzjahresdestination. Neben dem Wintersport sollen Angebote in den Bereichen Wandern, Radfahren, Kultur und Gesundheit ausgebaut werden. Das Traditionshandwerk und regionale Kulinarik unter der Marke HEIMATGENUSS ERZGEBIRGE ergänzten diese Bereiche.

Mit der Marke „Erlebnisheimat Erzgebirge“ verfolge der Verband eine klare Positionierung in der nationalen und internationalen Vermarktung. Gezielte Marketingmaßnahmen und Kooperationen sollen die Sichtbarkeit der Region erhöhen. Der Verband plane zudem, neue Gästegruppen anzusprechen, bestehende Märkte zu sichern und die Zusammenarbeit mit Partnern in Tschechien zu vertiefen.

Die Strategie habe Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren gelegt. Sie entstand in einem breiten Beteiligungsprozess und setzte auf Dialog, Vernetzung und Mitgestaltung. Touristische Angebote sollen stärker zur Lebensqualität der Einwohner beitragen und die Identifikation mit der Region fördern.

Qualität und Nachhaltigkeit bildeten leitende Prinzipien der künftigen Arbeit. Die Strategie hat Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung vorgesehen und Nachhaltigkeit als verbindliches Querschnittsthema verankert. Dazu gehörten klimafreundliche Angebote, ressourcenschonende Maßnahmen und barrierefreie Erlebnisse.

Ein kontinuierliches Monitoring begleite die Umsetzung. Der Verband wolle Entwicklungen regelmäßig prüfen und Maßnahmen anpassen.

Mit der aktualisierten Destinationsstrategie hat der Tourismusverband Erzgebirge e.V. ein Signal für den weiteren Ausbau regionaler Stärken und eine zukunftsorientierte Positionierung der Region als lebenswerte Heimat und touristische Destination gesetzt.

 

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Bild: © Foto Laura Gläser – Vorstand und Geschäftsführung des Tourismusverbandes Erzgebirge.