Neues Netzwerk stärkt Austausch zwischen Tourismuswirtschaft und Forschung in Baden-Württemberg

Seit Jahresbeginn gibt es in Baden-Württemberg eine neue Plattform zur stärkeren Vernetzung von Tourismuswirtschaft und anwendungsorientierter Tourismusforschung. Unter dem Dach der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) fördere das „Netzwerk Zukunft Tourismus“ (NZT) künftig den Wissenstransfer und die praxisorientierte Kommunikation von Forschungsergebnissen.
Das Projekt sei in einem gemeinsamen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der touristischen Akteurinnen und Akteure im Land entstanden, darunter auch Hochschulen mit Tourismusbezug. Anfang Januar habe das NZT mit der Besetzung von drei Projektstellen seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart sollen sich die Projektbeteiligten zum offiziellen Start getroffen haben.
Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, bezeichnete die Gründung des Netzwerks als wichtigen Schritt für den Tourismusstandort: „Die anwendungsorientierte Tourismusforschung spielt eine wichtige Rolle für den weiteren Erfolg der Tourismuswirtschaft. Sie liefert grundlegende Impulse für die richtigen Weichenstellungen in der Praxis. Gerade vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen, die der Tourismus als Querschnittsbranche mit sich bringt, ist eine starke Vernetzung von Theorie und Praxis von großer Bedeutung.“
Organisatorisch sei das NZT bei der TMBW angesiedelt. Geschäftsführerin Christine Schönhuber betonte die Chancen der neuen Schnittstelle: „Als Landestourismusorganisation haben wir ideale Voraussetzungen, um das neue Netzwerk in bestehende Strukturen zu integrieren. So können beispielsweise bestehende Kommunikationsplattformen genutzt und weitere Synergien erschlossen werden. Darüber hinaus steht auch die Entwicklung neuer Veranstaltungs- und Vernetzungsformate im Mittelpunkt des Projekts.“
Auch die touristischen Hochschulen im Land sollen das Vorhaben unterstützen. Dr. Ralf Vogler, Professor an der Hochschule Heilbronn, und Dr. Anja Brittner-Widmann, Studiengangsleiterin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, haben im NZT eine zentrale Anlaufstelle für Forschung und Praxis gesehen. „Das Netzwerk Zukunft Tourismus wird als zentrale Anlaufstelle für die Forschungseinrichtungen und die Tourismuswirtschaft im Land fungieren und bei themenspezifischen Fragestellungen vermitteln. Hiervon werden sicherlich positive Impulse zur Steigerung der Lebens- und Erlebensqualität der Bevölkerung und der Gäste in Baden-Württemberg ausgehen“, so Vogler.
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus habe das Projekt initiiert und finanziere es. Bis Ende 2028 solle sich das „Netzwerk Zukunft Tourismus“ als zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Forschung und Tourismuswirtschaft in Baden-Württemberg etablieren.
Mehr Informationen: Urlaub in Baden-Württemberg | Tourismus Marketing BW
Bild: © Leif Piechowski