Enttäuschung bei Heilbädern und Kurorten über Koalitionsvertrag

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Aus Sicht von Ernst Hinsken, Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. (DHV), hätten die Koalitionspartner der Großen Koalition die Chance für dringend notwendige Verbesserungen nicht genutzt.

„Es ist unverständlich, dass nach ersten positiven Ansätzen die berechtigte Inanspruchnahme von ambulanten medizinischen Vorsorgeleistungen in anerkannten deutschen Heilbädern und Kurorten nicht verbessert werden soll“, so der DHV-Präsident Ernst Hinsken. Der DHV bewerte dieses Signal als Rückschlag für die Gesundheit deutscher Bundesbürger. „Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass die ambulante Vorsorgeleistung schon heute in der Lage ist, jedem potentiellen Krankheitsbild eine geeignete Präventionsmaßnahme entgegenzusetzen“, erläutert Hinsken.

Das Präventionsgesetz solle jedoch laut Koalitionsvertrag schon im kommenden Jahr 2014 verabschiedet werden. Insbesondere die Stärkung der Gesundheitsförderung von Lebenswelten und Betrieben stehe hier im Vordergrund. „Wir müssen die Politik jetzt beim Wort nehmen. Schließlich bekommt der Leitsatz „Nicht in die Krankheit, sondern in die Gesundheit investieren.“ vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sowie der Verlängerung der Lebensarbeitszeit mehr denn je an Bedeutung“, glaubt Hinsken.

„Die aktuellen Zahlen der Ausgaben für Prävention aus 2012 sind besorgniserregend“, meint Hinsken. "Wir haben lange auf eine Erhöhung des gesetzlich vorgeschriebenen Orientierungswertes gedrängt. Die uns vorliegenden Zahlen sollten die Politik nun endlich wachgerüttelt haben. Das Präventionsgesetz muss in verbesserter Form kommendes Jahr dringend verabschiedet werden“, so Hinsken abschließend.

Aus dem Bericht gehe hervor, dass im Jahr 2012 rund 238 Mio. Euro für Präventionsausgaben geflossen seien. Damit lägen die Pro-Kopf-Ausgaben mit 3,41 Euro sogar über dem gesetzlich vorgeschriebenen Orientierungswert von 2,94 Euro pro Kopf, so stellten es der GKV-Spitzenverband und der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) heraus – ein Minus von 32 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr 2011.

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