Thüringer Tourismus GmbH begleitet Landesgartenschau mit landesweiter Kampagne

Mit der Eröffnung der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis am 23. April 2026 hat in Thüringen ein Gartenjahr mit landesweiter Wirkung begonnen. Bis zum 11. Oktober wird die Schau das Eichsfeld mit dem Thema Parks und Gärten bespielen – Grünräume, die in Thüringen seit Jahrhunderten Geschichte, Erholung und kulturelle Identität verbinden.
Die Thüringer Tourismus GmbH begleite die Landesgartenschau mit der Kampagne „Wir bringen dich zum Rasen – Parks und Gärten in Thüringen". Unter gaerten.thueringen-entdecken.de stelle sie die Gartenkultur des Freistaats vor: von der Rosenstadt Bad Langensalza mit ihren Themen- und Kurparks über den egapark Erfurt bis zum Weimarer Park an der Ilm, dem Fürstlich Greizer Park, den Anlagen rund um Schloss Friedenstein in Gotha, dem Rennsteiggarten Oberhof und Schloss und Park Altenstein in Bad Liebenstein. Die Kampagne weite den Blick vom Eichsfeld auf das gesamte Land und stellt verschiedene Gartentypen vor, darunter Orte der Wertschätzung, der Begegnung und der Entschleunigung.
Fünf Jahre nach der Bundesgartenschau in Erfurt richtete sich der Blick erneut auf Thüringens Gartenlandschaften. Das Leitmotiv der diesjährigen Landesgartenschau laute „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft". Im Mittelpunkt stehen Fragen zur langfristigen Nutzung von Grünräumen, zur Schaffung neuer Lebensqualität durch Stadtumbau sowie zur Rolle von Parks und Gärten als Aufenthaltsort, Kulturraum und Zukunftsprojekt.
In Leinefelde-Worbis entstand kein abgeschlossenes Ausstellungsgelände, sondern ein neues Landschaftsband, das verschiedene Stadträume miteinander verbinde. In der Südstadt, im historischen Tüffers Garten, im Lunapark und entlang der Grünen Achse sollen umgebaute und aufgewertete Flächen zu dauerhaft nutzbaren Freiräumen werden. Herzstück sei der rund zehn Hektar große Augarten mit einem rund drei Kilometer langen Wegenetz, das Schaubeete, Mustergärten und einen renaturierten Auenbereich entlang der Ohne erschließe. Wo früher Garagenhöfe eine Barriere bildeten, entstehe heute ein zusammenhängender Grünzug.
Zu den besonderen Elementen der Schau gehöre der sogenannte Blumenblock in der Bachstraße. Ein leergezogener DDR-Plattenbau werde dabei nicht abgerissen, sondern als Erlebnisort neu genutzt. Während der Gartenschau werden die Balkone bepflanzt; im Inneren verbinden sich Floristik, Kunst, Bildung und Stadtgeschichte. Ergänzt werde das Angebot durch eine Nostalgiewohnung aus den 1970er-Jahren, wechselnde Ausstellungen und barrierefreie Zugänge.
Ein weiteres Element sei die Wüstung Kirrode. Auf dem Gelände der Gartenschau werde ein mittelalterliches Dorf wieder sichtbar, das aus dem Landschaftsbild verschwunden war. Archäologische Funde aus dem Bereich der Schau flossen in eine Ausstellung ein, die regionale Geschichte erfahrbar mache.
Nach Angaben der Veranstalter seien rund eine Million Blumenzwiebeln so gesetzt worden, dass zur Eröffnung entlang der Hauptwegeachsen ein Frühjahresbild von Veilchen bis Tulpen entsteht. Die Schau laufe 172 Tage und biete nach offiziellen Angaben mehr als 1.000 Veranstaltungen rund um Garten, Natur, Kultur und Kunst. Tickets seien online sowie vor Ort erhältlich.
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