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Bundesweit erster Sternenpark liegt in Brandenburg

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Galaxis Westhavelland


Brandenburg ist um einen einzigartigen touristischen Anziehungspunkt reicher: Der Naturpark Westhavelland wurde von der Internationalen Gesellschaft zum Schutz des dunklen Nachthimmels (International Dark Sky Association, kurz IDA) zum ersten Sternenpark in Deutschland gekürt.

Am Mittwoch überreichte Christopher Kyba von der IDA die Urkunde an Kordula Isermann, Leiterin des Naturparks Westhavelland. Der Sternenpark Westhavelland sei weltweit der einzige, der so nah an einer Großstadt liege. Der Naturpark Westhavelland ist nur knapp 70 Kilometer von Berlin entfernt. Weltweit gebe es inzwischen 24 solcher Regionen, die ganz besonders dunkel seien. Der Naturpark Westhavelland ist die neunte Region in Europa, die als Sternenpark anerkannt wurde.

„Den Ausschlag für die Entscheidung gab wohl, dass trotz der relativen Nähe zur Metropole Berlin die Nächte im Westhavelland so dunkel sind, dass die Milchstraße mit ihren einzelnen, abertausenden Sternen als plastisches Gebilde erlebt werden kann“, sagt Naturparkleiterin Kordula Isermann. So soll die Region über dem Westhavelland künftig behutsam touristisch genutzt werden. Natur- und Landschaftsführerin Marion Werner bieten regelmäßig Führungen im Naturpark an, bei denen der Sternenhimmel beobachtet werden kann.

Engagement gegen Lichtverschmutzung

Auf der ganzen Welt bemühen sich Naturschützer und Astronomen darum, in Gebieten mit einem natürlichen dunklen Nachthimmel Schutzzonen einzurichten, um diese zu bewahren und die Region vor weiterer Lichtverschmutzung zu bewahren. So hätten sich beispielsweise die Kommunen im Havelland dazu verpflichtet, nur noch Straßenlaternen einzusetzen, die kein Licht nach oben strahlen.

Der Naturpark Westhavelland, der nun der erste Sternenpark Deutschlands ist, will sich auch künftig aktiv gegen die zunehmende Lichtverschmutzung engagieren. So träfen sich in diesem Jahr vom 29. bis 31. August 2014 in der Havelgemeinde Gülpe bereits zum vierten Mal Hobby-Astronomen, um die Sterne in einer der dunkelsten Region Deutschlands zu beobachten. Dabei sollen Sternenfreunde bei klarem Himmel wieder Gelegenheit haben, an der öffentlichen Beobachtung teilzunehmen und sich fachkundig von den Astronomen Besonderheiten am Sternenhimmel zeigen und erklären zu lassen.

Wer schon vorher einen Blick in den nächtlichen Sternehimmel werfen möchte, hat dazu in einem der Planetarien und Sternwarten in Brandenburg die Gelegenheit: Zum Beispiel im Urania-Planetarium in Potsdam. Aber auch in Bernau, Dahlewitz und Senftenberg ist es möglich, den Himmel auf Erden zu betrachten. Seit Juni 2013 erstrahlt das im April 1974 erstmals eröffnete Cottbusser Planetarium in neuem Glanz. Es gehört nach umfangreichen baulichen und technischen Erneuerungen heute zu den modernsten in Europa. Das älteste Planetarium Brandenburgs steht in Herzberg (Elster).

Auf dem Telegrafenberg in Potsdam, im „Wissenschaftspark Albert Einstein“, befindet sich der Große Refraktor. Das 1899 gebaute Fernrohr ist das viertgrößte Linsenteleskop der Welt. Der Refraktor ist ein wichtiges technisches Denkmal. Er steht für die Geschichte der feinmechanisch-optischen Industrie im ausgehenden 19. Jahrhundert und der Anfänge der jungen astrophysikalischen Forschung.

www.reiseland-brandenburg.de/
www.naturpark-westhavelland.brandenburg.de

Tags: Brandenburg

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