Kultur- und Freizeitwirtschaft spielt in Sachsen über 1,4 Milliarden Euro ein

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Münzen, Sachsen

 

Eine Untersuchung der sächsischen Industrie- und Handelskammern hat sich mit der wirtschaftlichen Bedeutung tourismusrelevanter Freizeit- und Kultureinrichtungen im Freistaat Sachsen beschäftigt. Das Ergebnis: ein Gesamtumsatz im Bereich Kultur, Freizeit und Events von rund 1,4 Milliarden Euro.

Für die sächsischen IHKs sei die Kultur- und Freizeitwirtschaft ein "wichtiger Teil der Tourismuswirtschaft, der zudem enorm bedeutend für die einheimische Bevölkerung und die Lebensqualität in einer Region auch im Hinblick auf die Ansiedlung von neuen Unternehmen und die Fachkräftegewinnung ist". Die Effekte gehen dabei weit über die Umsätze aus Eintrittspreisen hinaus. Direkten Nutzen haben das Gastgewerbe, der Einzelhandel und die Dienstleistungswirtschaft. Über 36.000 Personen erzielen aus den erwirtschafteten Umsätzen ihr Einkommen. Pro Jahr werden Steuereinnahmen von rund 218,5 Mio. Euro generiert.

Für die Querschnittsbranche gab es bisher wenig belastbares Zahlenmaterial. Mit der Erarbeitung der Studie haben die sächsischen Industrie- und Handelskammern die dwif-Consulting GmbH aus München beauftragt, die durch ihre Untersuchungen für das OSV-Tourismusbarometer auf langjährige Erfahrungen in der Freizeitwirtschaft zurückblicken kann. Grundlage für die Datenerhebung war die Befragung von 853 Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie 283 Großveranstaltungen im Freistaat Sachsen von Juni bis Juli 2019.

Der Untersuchung zufolge besuchen etwa 43,6 Millionen Gäste im Jahr die Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Sachsen. Hinzu kommen weitere 12,6 Millionen Besucher von Veranstaltungen. Sportveranstaltungen (28,7%) und Musikkonzerte (26,3%) werden häufig von Übernachtungsgästen besucht. Diese Gästegruppe besucht auch gern historische Bauwerke (21,4%), Zoos/Tierparks (17,3%) und Museen sowie Ausstellungen (18,0%). Bei Tagesgästen hoch im Kurs stünden Besuche von Freizeit- und Erlebniseinrichtungen (69,0%) sowie Thermen- und Freizeitbädern (61,8%). Die einheimische Bevölkerung besucht dagegen gern Sportveranstaltungen (47,6%), Stadtfeste und Märkte (38,6%) sowie die Theater und Musikhäuser (55,8%)

Zur gesamten Studie

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