Brandenburg braucht Politik für den Tourismus – nicht gegen ihn

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Bild Brandenburg

 

Für den Tourismus sind die Ergebnisse der letzten MPK ernüchternd. Die Branche fordert seit Monaten eine Perspektive – aber offensichtlich fehle diese der Politik selbst.

Anstatt kontaktarme Formen des Tourismus zu ermöglichen, werden Reisen und Tourismus zum vermeintlichen Pandemietreiber erklärt, werden der Branche seit Monaten „Ruhetage“ verordnet – und nicht zurückgenommen.

Mit der Verlängerung des Lockdowns bis Mitte April blickt der Tourismus bald auf ein halbes Jahr Stillstand zurück. Vor wenigen Wochen noch hatte das RKI die Hotellerie als einzigen Lebensbereich als nicht relevant für das Pandemiegeschehen eingestuft. Mangels funktionierender Teststrategien, Impfstrategien, Kontaktnachverfolgungund innovativer Ideen, mit einer nicht enden wollenden Fokussierung auf die Inzidenz bleibt die Politik bei Verboten statt Lösungen. Und wie seit Monaten heißt es für die Tourismusbranche in Brandenburg mit ihren fast 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch bis weit nach Ostern: Bitte warten.

Unabhängig von der reinen Inzidenz-Betrachtung müsse es jetzt auch möglich sein, Modellprojekte zum Wiedereinstieg in den Tourismus auf den Weg zu bringen. In Brandenburg gebe es nicht nur zukunftsorientierte Kommunen, sondern auch professionelle touristische Anbieter, die gemeinsam solche Modelle zeitnah umsetzen können. Wenn Ministerpräsident Woidke davon spricht, dass die davor bestehenden Perspektiven auch weiter bestehen, eine kleine Erinnerung: Die Perspektiven für die Branchen gingen über die Außengastronomie bisher gar nicht erst hinaus.

www.tourismusnetzwerk-brandenburg.de

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