Ende der Reisewarnungen in Sicht: Sommerurlaub in Spanien, Österreich & Co. wird wahrscheinlicher

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Heiko Maas in der PK

 

Die Außenministerinnen und Außenminister der wichtigsten 10 europäischen Zielländer für Reisende aus Deutschland haben sich auf einen koordinierten und schrittweisen Ansatz für die Öffnung des Reiseverkehrs verständigt.

Die Corona-Pandemie hat die Welt noch fest im Griff, gleichzeitig sinken in Europa die Fallzahlen, die ersten Grenzen sind wieder offen. Am Samstag traf sich Außenminister Heiko Maas mit seinem luxemburgischen Kollegen auf der deutsch-luxemburgischen Grenzbrücke bei Schengen, um gemeinsam das Ende der Kontrollen zwischen beiden Ländern zu verkünden. Ein erster Schritt, dem viele weitere folgen sollen. Zentral dabei: Wann können die Menschen in der EU wieder reisen, wie wird der Tourismus diesen Sommer aussehen?

Tourismus in der EU: Möglich, aber mit Abstrichen

Nachdem der Außenminister sich am Morgen noch mit dem Deutschen Reiseverband abgesprochen hat, beriet er anschließend mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Italien, Spanien, Österreich, Malta, Portugal, Slowenien, Griechenland, Bulgarien, Kroatien und Zypern:

"Wir haben uns abgestimmt, wie wir zu einer schrittweisen und koordinierten Wiederherstellung der Freizügigkeit in Europa gelangen können. Denn das ist eine notwendige Voraussetzung für die Aufhebung von Reisewarnungen und einen kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus", so Heiko Maas.

Grundlage für die Beratungen ist das Tourismuspaket der EU-Kommission. Maas und seine Kollegen nahmen den Ball auf, um das Paket umzusetzen und die Schritte zur lang ersehnten Offenheit genauer zu definieren. Konkret ging es um die Normalisierung des grenzüberschreitenden Verkehrs, die Aufhebung von Quarantänepflichten sowie um Sicherheits- und Hygienestandards in touristischen Gebieten. Das Ziel: ab dem 15. Juni soll die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts durch differenzierte Reisehinweise ersetzt werden. Klar sei aber auch: Überall wird es Restriktionen geben, einen „normalen“ europäischen Urlaub wird es dieses Jahr nicht geben können.

Balance zwischen enger Koordination und Flexibilität je nach Infektionsgeschehen

Viele Länder in Europa sind stark vom Sommertourismus abhängig – gerade auch von deutschen Reisenden. Deshalb wünschen sich diese Länder schnelle Lösungen. Außenminister Maas: "Wir wollen kein europäisches Wettbieten um Touristen, sondern ein abgestimmtes und transparentes Vorgehen, das am Ende für alle in Europa nachvollziehbar und tragbar ist." In unserem ReisePuls Deutschland haben wir bereits untersucht, wohin die Deutschen wieder reisen möchten.

Deutschland trage als „Reiseweltmeister“ dafür eine besondere Verantwortung. Gleichzeitig spiele für die Öffnung Europas das Infektionsgeschehen die Hauptrolle, dieses kann sich national und regional teils erheblich unterscheiden. Deshalb sind Differenzierungen wahrscheinlich. Es gehe also um das Verständigen auf gemeinsame Regeln, nicht um komplette Reisefreiheit auf einen Schlag. Eine schnelle Rückkehr zum “business-as-usual” werde es vorerst nicht flächendeckend geben.

Deutschland und die wichtigsten Zielländer wollen einen europäischen Sommerurlaub möglich machen – aber unter verantwortbaren Umständen. Berechenbar, bezahlbar und vor allem sicher soll er sein. Eine wichtige Etappe haben die Länder dorthin genommen. Am Mittwoch wird sich Heiko Maas im Teil 2 des Nachbarschaftsdialogs mit Deutschlands unmittelbaren Nachbarländern zu dieser Frage abstimmen.

https://www.auswaertiges-amt.de/

Bild: © Thomas Imo/photothek.net

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