LTV SACHSEN begrüßt das neue Ministerium für Kultur und Tourismus

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Dresden bei Nacht

 

Der LTV SACHSEN begrüßt daher den Entwurf des Koalitionspapiers von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD in dem Sachsen als attraktives Tourismusland mit seinen Herausforderungen sehr gut eingeordnet wird.

Tourismus sei eine Wachstums- und Zukunftsbranche. Ziel für Sachsen müsse es sein, davon zu profitieren und ein nachhaltiges Wachstum auf der Basis einer gezielten Tourismuspolitik zu erreichen. Die Einordnung des Tourismus mit einem/er Staatsminister/in im Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus werde der volkswirtschaftlichen und regionalpolitischen Bedeutung der Branche gerecht.

Der Tourismus in Sachsen sei demnach eine unverzichtbare Wirtschaftsgröße, ein wichtiger Standortfaktor und er trage zur gesellschaftlichen Stabilität in den Städten und Regionen im ländlichen Raum bei. Die Bilanz der ersten neun Monate dieses Jahres sei positiv. Von Januar bis September 2019 buchten 3,6 Mio. Gäste 15,6 Mio. Übernachtungen. Damit konnte sowohl bei der Gästeanzahl (+ 3,0 %) als auch bei den Übernachtungen (+ 2,5 %) ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet werden.

Im Rahmen des Koalitionsvertrages werde der Tourismus in der neuen Staatsregierung im Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus strategisch neu eingeordnet. Die Erwartung des LTV SACHSEN sei, dass damit eine Aufwertung der Umsetzungsressourcen für die Tourismusstrategie 2025 einhergehe.

LTV-Vizepräsident Dr. Detlef Hamann: „Die positive Entwicklung des Tourismus im Freistaat Sachsen ist weiter voranzubringen, dazu braucht es eine zielgerichtete Tourismuspolitik. Von daher ist es uns wichtig, dass die Regierungspartner an der Tourismusstrategie 2025 festhalten, die darin formulierten Handlungsschwerpunkte umsetzen und Akzente bei Digitalisierung und Anpassung an den Klimawandel setzen wollen. Ebenso notwendig sind für die Tourismusbranche neue Investitionen. Mit der angekündigten Fortführung des Förderprogramms Regionales Wachstum, können somit Investitionsimpulse vor allem im ländlichen Raum gegeben werden.“

Begrüßt werden weiterhin die formulierten Zielsetzungen zu wirksamen Vereinfachungen bei Förderverfahren und im Planungsrecht. Diese seien aus Sicht des LTV SACHSEN dringend weiterzuverfolgen und umzusetzen. Bedeutende Motoren für die Entwicklung des sächsischen Tourismus seien neben den Großstädten die ländlichen Regionen. Dort erfülle der Tourismus eine Ausgleichsfunktion und sei strukturpolitisch oftmals überlebenswichtig.

LTV-Vizepräsident Landrat Rolf Keil betont: „Besonders für ländliche Regionen braucht es gezielte Maßnahmen und Initiativen, die einen naturnahen und barrierefreien Tourismus fördern, und sich dort nachhaltig und strukturfördernd auswirken – das wurde im Koalitionsvertrag formuliert. Den Ansatz, den Radtourismus nachhaltig voranzubringen und einen Digitales Informationssystem für Straßen, Rad-, Reit- und Wanderwege zu entwickeln, begrüßen wir. Vor allem die ländlichen Regionen brauchen diese Impulse für die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Aktivtourismus. Die Idee, einen Sonderlastenausgleich für Kur- und Erholungsorte zu diskutieren, wird gewürdigt. Damit würde Sachsen, wie andere Bundesländer, die Bemühungen der Kur- und Erholungsorte, um eine wettbewerbsfähige touristische Infrastruktur anerkennen und nachhaltig unterstützen.“

Auch Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen GmbH, begrüßt die neue strukturelle Einordnung des Tourismus in die Staatsregierung: „Sachsen ist in Deutschland Kulturreiseland Nr. 1, eine engere Zusammenarbeit kann diese Position in Zukunft stärken.“

www.ltv-sachsen.de

Bild: https://pixabay.com/de/photos/dresden-elbe-altstadt-sachsen-3681381/