Deutscher Tourismusverband: Bundesregierung muss den Tourismus besser koordinieren

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Es ist Wahljahr - und viele Touristiker sind der Meinung, dass die Branche, die seit Jahren einen Rekord nach dem anderen einfährt, lange genug ein Schattendasein führte, während andere skandalgeschüttelte Branchen nach wie vor mit Samthandschuhen angefasst werden. Auch der Deutsche Tourismusverband fordert die Bundesregierung nun zum Handeln auf.

„Die Tourismuspolitik muss mehr in den Fokus der politischen Entscheidungen rücken. Wir können es uns nicht leisten, dass eine milliardenschwere Branche in der politischen Agenda auf Bundesebene nur unter ´Sonstiges´ behandelt wird“, mahnte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) beim Parlamentarischen Abend des DTV in Berlin mit Blick auf die Bundestagswahl 2017. „Wer denkt, dass die Übernachtungsrekorde in Deutschland Selbstläufer sind, erliegt einem Trugschluss. Die Bundesregierung ist mehr denn je gefordert, eine Strategie für den inländischen Tourismus zu formulieren, um das Reiseland Deutschland für die Zukunft zu rüsten."

Dafür brauche es eine zielgerichtete Koordinierung aller tourismusrelevanten Themen. In vielen Ressorts fielen politische Entscheidungen mit Auswirkungen auf die Branche, die häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar seien, erläuterte Meyer vor Bundespolitikern, Ministeriums- und Branchenvertretern: „Die Belange des Deutschlandtourismus dürfen weder zwischen den Bundesministerien noch im Geflecht zwischen Bund und Ländern zermahlen werden. Das gilt ganz besonders, wenn es um die Verbesserung der Infrastruktur geht, von umsteigefreien Fernverbindungen im Schienenverkehr über intakte Wasserstraßen bis zum Breitbandausbau. Denn eines der wichtigsten Pfunde für den Deutschlandtourismus im international härter werdenden Wettbewerb ist die gute Infrastruktur.“

www.deutschertourismusverband.de