Österreichische Tourismustage: Konzepte für die Zukunft des Tourismus - Sommer kann kommen

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Lisa Weddig

 

Unter dem Motto „ReDesign Tourism | now“ dreht sich auf den Österreichischen Tourismustagen (ÖTT) alles um Konzepte für die Zukunft des Tourismus.

 „Für mich als Staatssekretärin sind die ÖTT natürlich ein perfekter Einstieg. Die Tourismusbranche ist heute hier versammelt, um nach schwierigen Corona-Jahren den Weg zurück in die erfolgreiche Tourismusposition, die Österreich bisher immer hatte, einzuläuten. Mit dem heutigen Fall der 3-G-Einreiseregel ist auch eine Einreise ohne Auflagen wieder möglich, das ist ein wichtiger Schritt, den wir in den letzten Wochen vehement gefordert haben“, so Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler. „Konstruktives Miteinander hat sich in den letzten zwei Jahren bewährt und wird auch in Zukunft wesentlich sein. Wir befinden uns am Beginn eines Strukturwandels, daher auch das passende Motto der diesjährigen ÖTT – ReDesign Tourism | now.“

Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, gratulierten zunächst der neuen Staatssekretärin für Tourismus, Susanne Kraus-Winkler. Seeber: „Mit Susanne Kraus-Winkler wird eine ausgewiesene Expertin von internationalem Format die Agenden des Tourismus und der Freizeitwirtschaft in der Regierung übernehmen. Als erfolgreiche Unternehmerin hat sie den Tourismus von der ‚Pieke‘ auf gelernt und kennt alle Probleme und Herausforderungen aus der Praxis.“

Weddig ergänzt: „Als Vollblut-Unternehmerin kennt Susanne Kraus-Winkler den Tourismus und seine Anforderungen bestens. Uns verbindet die Leidenschaft für diese Branche und ich freue mich sehr auf unsere künftige enge Zusammenarbeit!“ Die ÖW sieht die ÖTT als starkes Signal: „Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause können wir heute endlich wieder internationale Branchenvertreterinnen und -vertreter hier vor Ort in Wien zu den ÖTT begrüßen. Die ÖTT 2022 verzeichnen mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als jemals zuvor! Wir senden damit ein starkes Signal für den Standort und die anhaltende Erholung des Tourismus“, so Weddig weiter.

Bei der scheidenden Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bedankt sich Seeber für ihre Verdienste und Unterstützung, insbesondere während der fordernden Zeit der Corona-Pandemie. Seeber: „Mit den ÖTT setzen wir heute gemeinsam ein starkes und sichtbares Zeichen – für die großartigen Betriebe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und für einen erfolgreichen Tourismusstandort Österreich.“

Drei Tage im Zeichen der Zukunft des Tourismus

Mehr als 1.200 nationale und internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen physisch an den ÖTT teil. Im Rahmen der angeschlossenen Fachmesse ATB trafen knapp 390 internationale Einkäuferinnen und Einkäufer aus 45 Ländern auf 260 heimische Ausstellerinnen und Aussteller. Insgesamt standen 27 Keynotes und Panels mit 44 nationalen und internationalen Speakern auf dem Programm.

Unter dem ÖTT-Motto „ReDesign Tourism | now“ widmeten sich die Vorträge und Panels jenen Themen, die nach der größten Tourismuskrise seit Jahrzehnten die mehrere Jahre dauernde Erholungsphase und darüber hinaus bestimmen werden. Es ging um zentrale Zukunftsthemen wie Österreichs Perspektiven als Green Destination, die Zukunft der Mobilität, neue Anwendungen durch Datenbündelung, aber auch um Gästetrends, welche Maßnahmen die Erholung des Städtetourismus fördern können oder um Strategien gegen den Arbeitskräftemangel im Tourismus.

„Gerade in fordernden Zeiten sind starke Kooperationen und verlässliche Rahmenbedingungen wichtiger denn je. Um die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, gilt es jetzt, strategische Weichen zu stellen. Dann wird es uns auch gelingen, unsere Position als führende Tourismusdestination zu halten und weiter auszubauen. Das ist entscheidend für uns alle, denn der Tourismus sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen“, betont Seeber.

Neue Studie zeigt gute Aussichten für den Sommer 2022

Im Auftrag der Österreich Werbung hat das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) in Kiel eine Umfrage zu den Urlaubsplänen für den Sommer 2022 durchgeführt. Befragt wurde die Bevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren in Österreichs zehn wichtigsten Herkunftsmärkten: Österreich, Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Italien, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Ergebnisse seien gute Nachrichten für den heimischen Tourismus.

Die Befragten hätten durch die Bank Geld, Zeit und Lust auf Urlaub. Urlaubspläne für den Sommer hätten heuer 71 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sowie 74 Prozent der Deutschen. Bei einer vergleichbaren Studie im Vorjahr waren es noch 56 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sowie 47 Prozent der Deutschen.

Die Covid-Situation trete bei der Urlaubsplanung in den Hintergrund. So sagten 31 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, die im Sommer verreisen wollen, dass die Pandemie keinen Einfluss auf ihre Urlaubsplanung habe. Geld-zurück-Garantie und großzügige Stornobedingungen blieben dennoch relevante Buchungskriterien. Auch der Trend zu immer kurzfristigeren Buchungen halte an.

„Wir gehen in einen Sommer, in dem die Nachfrage wieder auf einem breiteren Fundament fußt“, sagt Weddig. Kamen im Sommer 2021 noch 82 Prozent aller Nächtigungen aus dem DACH-Raum, erwartet die Österreich Werbung heuer wieder vermehrt Gäste aus allen europäischen sowie den arabischen Ländern. Weddig: „Wir sehen heuer gute Aussichten aus Südeuropa, den Niederlanden und den arabischen Ländern. Und wir rechnen mit einer stabilen Nachfrage aus den USA sowie dem DACH-Raum. Unsicherheiten gibt es bei den CEE-Ländern wegen der stärkeren Betroffenheit durch den Ukraine-Krieg sowie die höhere Inflation.“

China ist nach wie vor vom internationalen Reiseverkehr abgeschnitten. Insgesamt blickt die ÖW-Chefin positiv auf den kommenden Sommer. „Nach derzeitiger Datenlage sollte eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich möglich sein, immer abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie und des Ukraine-Kriegs“, sagt Weddig. Der Sommer 2021 bilanzierte mit einem Nächtigungsminus von 16 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Sommer 2019.

Alle Vorträge wurden unter www.tourismustage.at  in deutscher und englischer Sprache live gestreamt und stehen on-demand zur Verfügung.

Bild: Copyright: ÖW/Jürg Christandl

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