Wo leben wir eigentlich? Zuhause oder an einem Standort?

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Freilich: Sie leben an einem Ort, in einer Stadt, in einer Region...aber die wirkliche Frage ist doch: Fühlen Sie sich hier auch tatsächlich zuhause?

„Zuhause sein“ bedeutet viel mehr als der populistische Begriff „Heimat“. Zuhause sein bedeutet „eins sein mit sich und seiner Umgebung“. Heimat ist eine Überschrift, zuhause sein ist ein komplexes Gefühl. Genau deshalb wollen wir immer erst einmal wissen, welche komplexen Gefühle die Einwohner mit ihrer Stadt oder Gemeinde verbinden. Wir wollen wissen, welche Sehnsüchte eine Destination ansprechen kann und welche eben nicht.

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Es gibt Orte, da scheinen alle Parameter zu stimmen – und sie schrumpfen. Und es gibt andere Orte, da gibt es erkennbare Defizite – und jene wachsen. Es muss also noch weitere relevante Kriterien geben, die Standorten eine prosperierende Zukunft prophezeien, oder eben nicht.

Im Falle der Abwägung entscheidet sich der Mensch für Sicherheit, Geborgenheit und Zuverlässigkeit und nicht für angestrebte Überlegenheit, Großspurigkeit und Angeberei. Sicherheit wird eines der Zukunftsthemen sein und wir sollten Standort-Strategien intensiv danach ausrichten. Eine der stärksten Sehnsüchte der kommenden Jahre wird „Reduktion von Risiko“ sein. Hier könnte einer der Faktoren zu finden sein, warum sich zunehmend Menschen von den Metropolen abwenden.

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In Zeiten fortschreitenden Cocoonings gewinnen Harmonie-Oasen in suburbanen Räumen an emotionaler Bedeutung – sie stellen den Menschen Sehnsuchtsräume und Wertewelten zur Verfügung, die ihren Gemütsprofilen auf eine Art und Weise entsprechen, wie sie so inzwischen in Metropolräumen nur mehr selten anzutreffen sind. Ausgewogenheit, Kontemplation, Gegenwelt und Harmonieraum finden ihre Heimat in ländlich geprägten Räumen.

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Welche Chancen für Tourismusorte!

Empathie, Achtsamkeit, Umsorgung... Lothar Späth sagte einmal: „Das sind halt keine deutschen Disziplinen, denn wir bedienen lieber eine Maschine als einen Menschen.“ Aber wir sind schon besser geworden! Jedenfalls gehört es mithin zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Tourismusmanagement, die Anbieter und Leistungsträger davon zu überzeugen, dass der Grad an kollektivem, destinationskonformen Handeln den Erfolg ausmacht.

So muss Standortmarketing: ehrlich, sympathisch und auf der Akzeptanzskala im hellgrünen Bereich. „Begeisterung!“ Vor allem aber muss es konkret! Wie oft sind wir gefragt worden: „Wozu denn Blumenzwiebeln oder Postkarten an die Bevölkerung verschenken?“ Scheinbare Petitessen sind aber oft ganz besondere Sympathie-Aktionen für eine positive Haltung gegenüber dem eigenen Wohnort! Es geht um Menschen und deren Seele! Das vergessen wir oft bei ISEKs und Stadtsanierungen.

Es sind immer wieder neue Herausforderungen, eine Steigerung von emotionaler Aufenthaltsqualität zu generieren und damit eine höhere Frequenz vor Ort zu realisieren. Niemand wird in Zukunft zum Zwecke des Einkaufens eine Innenstadt aufsuchen – niemand! Da müssen andere, emotionale Attraktivitäten geschaffen werden – Gastronomie spielt eine zentrale Rolle. Begegnungsoasen. Plätze, an denen „sehen und gesehen werden“ das Herz höher schlagen lassen!

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www.standortmarketing.com

(Gesponserter Artikel)