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Neues Portal zum Kleist-Jahr 2011: Tourismus Fehlanzeige

Anlässlich des 200. Todestages von Heinrich von Kleist im Jahr 2011 ging am Montag das nationale "Kleist-Portal" online. Es wurde aus dem Etat von Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit insgesamt 145.000 Euro finanziert und leitet das "Kleist-Jahr 2011" ein. Nur den Tourismus sucht man auf der Seite nahezu vergebens.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte dazu: "Der Bewahrung und Pflege des literarischen Erbes von Heinrich von Kleist kommt gerade im Kleist-Gedenkjahr 2011 eine besondere Bedeutung zu. Ich freue mich deshalb sehr, dass es mit finanzieller Unterstützung meines Hauses gelungen ist, sein Schaffen in einem anspruchsvollen, unterhaltsamen und gerade auch an den Lesernachwuchs gerichteten neuen Internet-Portal für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Was Heinrich von Kleist an Sprachmacht und an künstlerischem Formwillen in seinem Werk hinterließ, ist für die deutsche Literatur bis heute außerordentlich bedeutsam. Die Initiative für ein Kleist-Portal, das nicht nur die Veranstaltungen des Gedenkjahres 2011 bekannt macht, sondern auf eine enge Zusammenarbeit von Kleist-MUSEUM und Kleist-Gesellschaft setzt, ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Auseinandersetzung mit seinem Werk. Ich wünsche dem Portal regen Zuspruch und eine große Nutzergemeinde."

Im Gedenkjahr 2011 sollen zudem durch zahlreiche Veranstaltungen, wie Theaterinszenierungen und eine kulturgeschichtliche Sonderausstellung die Bedeutung und Aktualität des literarischen Erbes Heinrich von Kleists einem breiten Publikum vermittelt werden. Die zum Ressortbereich des Kulturstaatsministers gehörende Kulturstiftung des Bundes unterstützt kleistbezogene Projekte mit einem Gesamtbetrag von 2 Millionen Euro. Der Tourismus wurde offenbar aber in die Überlegungen nicht besonders stark einbezogen, denn es gibt keine Reiseangebote für Kleist-Interessierte auf der Website.

Das Internet-Portal wurde gemeinschaftlich vom Kleist-MUSEUM Frankfurt (Oder) und der Kleist-Gesellschaft Berlin konzipiert und entwickelt. Über das Jahr 2011 hinaus soll es allen "Kleist-Partnern" als zentrale Plattform zur Verfügung stehen.

www.heinrich-von-kleist.org  

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