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Besucherrekord in den LVR-Museen

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Über 1,36 Millionen Menschen besuchten im vergangenen Jahr die sechs Museen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Dies entspricht einem Plus von über 25 Prozent (2008: 1,08 Millionen Gäste). Spitzenreiter unter den LVR-Museen ist der LVR-Archäologische Park Xanten mit dem im August 2008 neu eröffneten LVR-RömerMuseum mit 710.901 Museumsgästen im Jahr 2009. Dies entspricht einer Steigerung von fast 70 Prozent zum Vorjahr (418.511 Gäste).

Der Zuspruch für das jüngste der LVR-Museen freut Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt, ganz besonders: "Das LVR-RömerMuseum ist aus dem Stand zu einem der beliebtesten und meistbesuchten Museen in Deutschland geworden. Von dieser Aufmerksamkeit profitierten langfristig natürlich auch die anderen LVR-Museen. Zudem sorgte die Entscheidung unserer politischen Vertretung, ab dem 1. April 2009 freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren einzuführen, für eine sehr positive Resonanz bei den Besucherinnen und Besuchern. Auch die neue LVR-Museumskarte für 19 beziehungsweise 29 Euro, mit der sich ein Jahr lang die Museen des LVR besuchen lassen, fand guten Absatz beim Publikum."

Über 700.000 Menschen besuchten im Jahr 2009 den LVR-Archäologischen Park und das LVR-RömerMuseum in Xanten. Besonders die Architektur des Museums überzeugt demnach die Besucherinnen und Besucher. Neben dem LVR-Archäologischen Park konnte sich das LVR-Industriemuseum mit seinen sechs Schauplätzen in Oberhausen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Euskirchen, Engelskirchen und Ratingen über einen Besucherzuwachs freuen. Insgesamt wurden knapp 193.000 Gäste in 2009 begrüßt, fast 10.000 mehr als in 2008. Die größte Steigerung der sechs Schauplätze verbuchte der Schauplatz Solingen, an dem sich die Besucherzahl um 24 Prozent auf 34.280 Gäste erhöhte.

Eine ebenfalls erfreuliche Zunahme von 14 Prozent auf 29.300 Gäste registrierte der Schauplatz Euskirchen durch die Ausstellung "Reiz und Scham" zur Kulturgeschichte der Dessous" - noch zu sehen bis zum 20. Juni 2010. Mit einem Anstieg von rund fünf Prozent von 53.300 auf 56.000 Besucherinnen und Besucher bleibt der Schauplatz Oberhausen mit der Dauerausstellung SchwerIndustrie, der St. Antony-Hütte und der Siedlung Eisenheim der bestbesuchte Schauplatz des LVR-Industriemuseums. Am Schauplatz Ratingen kamen trotz der laufenden Sanierung des Herrenhauses Cromford 29.000 Gäste. Der Schauplatz Engelskirchen begrüßte insgesamt 18.100 Museumsgäste. Einen leichten Zugewinn von drei Prozent auf 29.000 Gäste machte der Schauplatz Bergisch Gladbach, wo die Ausstellung "Spiel mit!" noch bis zum 25. April 2010 mit Lauf-, Karten- und Würfelspielen und vielen Mitmachaktionen lockt.

Mit knapp 203.000 Gästen konnte das LVR-Freilichtmuseum Kommern seine Besuchszahlen halten. Das LVR-Freilichtmuseum Lindlar erreichte mit rund 98.500 Besucherinnen und Besuchern in 2009 annähernd eine sechsstellige Besucherzahl (2008: rund 100.110 Gäste). Mit knapp 111.400 Gästen verzeichnete das LVR-LandesMuseum Bonn einen leichten Besucherrückgang von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr (117.700 Gäste).

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR besuchten im Jahr 2009 rund 44.000 Gäste, 13.000 weniger als im letzten Jahr. Hier ist noch bis zum 21. März 2010 die Ausstellung "David Lynch - Dark Splendor" mit Kunstwerken des amerikanischen Filmemachers David Lynch zu sehen.

Mit der Gedenkstätte im LVR-Kulturzentrum Brauweiler ab November 2008 und dem am 6. September 2009 eröffneten LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen hat sich der LVR um zwei weitere Kultureinrichtungen verstärkt. In Brauweiler interessierten sich über 1.000 Gäste für die Geschichte der ehemaligen Arbeitsanstalt, in der 1933 bis 1945 ein Schutzhaftlager und Gestapogefängnis untergebracht war. Über 750 Menschen fanden den Weg nach Rödingen, um sich in der ehemaligen Synagoge umfassend über das Leben des rheinischen Landjudentums zu informieren.

In das Jahr 2010 blickt LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic mit Optimismus: "Natürlich kann der LVR nicht in jedem Jahr ein spektakuläres Haus wie das LVR-RömerMuseum eröffnen. Auch sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch nicht abzusehen. Trotzdem bleibt der LVR verlässlicher Partner der kommunalen und regionalen Kultur. Gerade im Kulturhauptstadtjahr 2010 leistet der LVR mit der dauerhaften Unterstützung des neuen Ruhrmuseums auf Zeche Zollverein, aber auch zahlreichen eigenen Großprojekten wie der Gemäldeausstellung 'Feuerländer' im LVR-Industriemuseum Oberhausen ab Juli 2010 einen wichtigen Beitrag. Daneben freue ich mich auf die Neueröffnung des Herrenhauses Cromford am Schauplatz Ratingen des LVR-Industriemuseums im Frühjahr und ganz besonders auf die große Wechselausstellung 'Renaissance am Rhein' im LVR-LandesMuseum Bonn im September 2010."

www.lvr.de/kultur/

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