Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus: Gute Noten für den Deutschlandurlaub
Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 01:00 Uhr
Mit der Note 1,8 sei die Gesamtzufriedenheit in- und ausländischer Gäste unverändert hoch. Bemerkenswert sei, dass die unterschiedlichsten Gästetypen - vom Aktiv- und Badeurlauber bis hin zum Besichtigungsurlauber - in ihren Wertungen kaum differieren (Noten von 1,7 bis 1,9). Für die DZT ist dies ein Beleg dafür, dass Deutschland in den verschiedenen Segmenten eine durchgängig hohe Qualität und ein breites Angebotsspektrum biete, das den Urlaubern viel Spielraum bei der individuellen, abwechslungsreichen Gestaltung ihres Aufenthaltes lasse.
Gegenläufig entwickelten sich die Motive der Urlaubsgäste: Während sich 64 Prozent der deutschen Gäste zu allererst erholen und entspannen wollten, stünde bei ausländischen Besuchern mit 73 Prozent der Spaß- und Vergnügungsaspekt im Vordergrund - sogar noch deutlicher als 2007/2008 mit damals 62 Prozent. Sie kämen nach Deutschland, um sich zu amüsieren, um Neues zu entdecken und städtisches Flair zu erleben. Der Aspekt "in der Natur sein" spiele für sie im Gegensatz zu den inländischen Urlaubern eine untergeordnete Rolle. Dementsprechend stehe "Landschaft" auf Platz eins der Kriterien inländischer Urlauber bei der Destinationsentscheidung, und der Aspekt "Sehenswürdigkeiten" habe die Nase bei den ausländischen Gästen vorn.
Deutlich weniger als 2007/2008 verreisten heute ohne Vorab-Informationen. Wichtigste Informationsquelle sei dabei das Internet: 41 Prozent der deutschen und 59 Prozent der ausländischen Gäste hätten sich vor ihrer Reise online informiert. 2007/2008 waren es nur 35 beziehungsweise 48 Prozent. Dieses Ergebnis sei kongruent mit anderen renommierten Meinungsforschungsinstituten, die das Internet bei den Reisevorbereitungen ebenfalls auf dem Vormarsch sähen.
Die Ausgaben von Individualtouristen seien relativ konstant. Allerdings gäben Pauschalurlauber für Zusatzleistungen wie Kulturangebote, Einkäufe oder Restaurantbesuche vor Ort deutlich mehr Geld aus: So stiegen die Zusatzkosten bei ausländischen Gästen von 74 Euro auf durchschnittlich 118 Euro pro Tag. Inländische Urlauber gäben 43 Euro statt früher 28 Euro pro Tag zusätzlich zu ihrer gebuchten Pauschalreise aus.
Der Qualitätsmonitor ist permanent angelegt. Sein Ziel ist es statistisch valide Erkenntnisse über das Reiseverhalten von Deutschlandurlaubern sowie über die Qualität der Angebote zu erhalten. "Auch in einem schwierigen Marktumfeld erzielen wir Traumnoten bei unseren Gästen, wie die Studie zeigt," meint Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT. "Dies ist die Grundlage dafür, dass wir unsere Marktposition gegenüber unseren europäischen Mitbewerbern weiter ausbauen und auch zukünftig wachsen."
Operativ und wissenschaftlich unterstützt werden die EUROPÄISCHE Reiseversicherung und die DZT beim Qualitätsmonitor von der dwif-Consulting GmbH sowie dem Beratungsunternehmen MANOVA GmbH.
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