Österreichische Seilbahnen mit hohen Zufriedenheitswerten
Freitag, den 15. Dezember 2006 um 06:00 Uhr
Eine aktuelle Marktstudie der österreichischen Seilbahnbetriebe gibt Auskunft über Zufriedenheitswerte von in- und ausländischen Gästen. In der Saison 2005/06 wurden 33.000 Kunden über ihre Zufriedenheit mit dem bestehenden Angebot befragt.
Ein Ländervergleich zeigt, dass sich die Nationalitäten in ihren Urteilen deutlich unterscheiden. Bei deutschen Gästen liegen die besten Bewertungen bei den Kategorien "gastfreundlich" (56%), "sympathisch" (51%) und "familienfreundlich" (50%). Niederländer schätzen an den heimischen Skigebieten, dass sie "gemütlich" (59%), "familienfreundlich" (57%) und "gastfreundlich" (56%) sind. Engländer wiederum bewerten Österreichs Schigebiete als "genussvoll" (69%), "sympathisch" (57%) und "gastfreundlich"(56%).
In den Augen der östlichen Nachbarn sind die Skigebiete "familienfreundlich" (48%), "sympathisch" (46%) und "modern" (43%).
Die Urteile der osteuropäischen Gäste fielen besser aus als bei den anderen Herkunftsländern. Osteuropäer zeigen sich in allen elf abgefragten Bereichen am zufriedensten. Darüber hinaus wollen 67% von ihnen die österreichischen Skigebiete "ganz sicher" weiterempfehlen.
Was die Osteuropäer hauptsächlich auf österreichische Pisten bewegt, zeigt sich bei der Frage nach den Beweggründen für den Urlaub: "Sport, Herausforderung und Aktivitäten" bilden die Hauptbegründung. Diese wird von den Gästen aus dem Osten mit 71% bei weitem wichtiger bewertet als bei den übrigen Befragten (mit 59%). Laut Kundenzufriedenheitsanalyse setzen 46% der Wintersportgäste aus dem Osten auf "Erholung, Entspannung und Ruhe" und weniger auf den Spaßfaktor, der nur von 38% als wichtig empfunden wird.
Der "sportliche Naturfreak" ist unter den osteuropäischen Wintersportgästen der am stärksten verbreitete Typ (28%, im Vergleich zu 11% insgesamt). Charakterisiert wird dieser Typ durch ein gehobenes Alter, viel Sport und der Suche nach dem Naturerlebnis Bergwinter. Genuss und Spaß werden als weniger wichtig erachtet.
Insgesamt hatten 32 Seilbahnunternehmen an der Kundenzufriedenheitsanalyse SAMON (Satisfaction Monitoring) 2005/2006 teilgenommen und mehr als 33.000 Kundenurteile erhoben. SAMON ist in WEBMARK/Seilbahnen, dem online Managementinformationssystem der Seilbahnen, integriert. Dazu Ingo Karl, Fachverbandsobmann der Seilbahnen Österreichs: "Profunde Marktanalysen liefern uns wertvolle Hinweise, laufend Angebots- und Qualitätsstandards zu verbessern. Die einzelnen Seilbahnunternehmen können in einem anonymen Vergleich zu den Mitbewerbern ihre Stärken bzw. Defizite identifizieren."
Für die kommende Saison 2006/07 kündigt Klaus Grabler, Geschäftsführer des Partnerunternehmens MANOVA, erstmals die Möglichkeit eines internationalen Seilbahn-Vergleiches an. "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, dass unsere deutschen und Schweizer Seilbahn-Kollegen ebenfalls auf WEBMARK zugreifen können. Damit ist ein erster Schritt in Richtung eines internationalen Online-Benchmarkingsystems getan, das einen Gesamtvergleich von Wintersport-Nationen ermöglicht."
- tpa
