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ImPuls-Region blickt auf ein erfolgreiches Bauhaus-Jahr 2009 zurück

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Zum Abschluss des Bauhaus-Jahres zieht die Arbeitsgruppe "Kultur und Tourismus - 2009" der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena eine positive Bilanz. Das Bauhaus-Jahr 2009 sei ein Erfolg für die Region und das Land. Mehr als 145.000 Besucher zählten demnach die neun zentralen Ausstellungen in Apolda, Erfurt, Jena und Weimar.

Mit 1.574.700 Übernachtungen stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als drei Prozent. Eine umfangreiche bundesweite und internationale Berichterstattung habe dazu beigetragen, die Spuren des kulturellen Ereignisses 'Bauhaus' über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt zu machen.

Für das Bauhaus-Jahr 2009 hatte die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) in Anlehnung an die Elisabeth-Card und aufbauend auf der Thüringen CARD ein eigenes Kartensystem gemeinsam mit den Mitgliedern der ImPuls-Region entwickelt. Mit der bauhaus CARD hatten die Gäste die Möglichkeit, über 60 Freizeit- und Kulturangebote in ganz Thüringen bis 18 Uhr des Folgetages gratis zu besuchen. Als Partner konnte die TTG nicht nur Einrichtungen gewinnen, die thematisch zum Bauhaus passen, z.B. das Nietzsche-Archiv oder das Haus Hohe Pappeln in Weimar, sondern auch touristische Höhepunkte in ganz Thüringen. Dazu gehörten die Wartburg, das Bachhaus in Eisenach und die Toskana Therme in Bad Sulza.

Ziel des Kartensystems war es, den Aufenthalt der Gäste im Freistaat zu verlängern und ihnen weitere Ausflugs- und Freizeitmöglichkeiten in Thüringen aufzuzeigen. 56.016 bauhaus CARDS wurden verkauft. "Viele Gäste haben die Bauhaus CARD genutzt, um sich in der jeweiligen Stadt oder Region noch ein bisschen umzusehen und haben sogar weitere Übernachtungen gebucht. Das spiegelt sich in den gestiegenen Gästezahlen im Ausstellungszeitraum wider", glaubt Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH. Um Gästen eine Reise nach Thüringen möglichst einfach zu machen, wurde überdies eine Bauhaus-Reisepauschale aufgelegt, die jeweils deckungsgleich in allen vier Städten gebucht werden konnte und die bauhaus CARD enthielt.

Bereits 2007 hatte der Freistaat Thüringen zugesagt, die Vorhaben der ImPuls-Region im Bauhaus-Jahr mit 1.7 Mio. € zu unterstützen. Als Hauptförderer konnte die ImPuls-Region darüber hinaus die Sparkassen-Finanzgruppe gewinnen. Zudem hat die Ernst von Siemens Kunststiftung das Bauhaus-Jahr maßgeblich mitgefördert. Dieter Bauhaus, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mittelthüringen, zieht insgesamt ein positives Fazit: "Nach dem 80. Geburtstag im Kulturstadtjahr 1999 und nun zum 90. Gründungsjubiläum hat das Bauhaus - dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten - überregional ausgestrahlt. Das tut der Region gut." Neben der Sparkasse Mittelthüringen wurde das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe auch durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Landesbank Hessen-Thüringen und die SV SparkassenVersicherung getragen.

Die zentrale Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar "Das Bauhaus kommt aus Weimar" präsentierte vom 1. April bis 5. Juli 2009 an fünf Ausstellungsorten in Weimar bekannte und weniger bekannte Facetten des frühen Bauhauses und machte die Beziehungen zum klassischen Weimar sichtbar. Höhepunkt waren die Arbeiten aus den Bauhaus-Werkstätten. In ihnen wurde nach expressiven Anfängen der Übergang zum Design vollzogen. Meisterwerke freier Kunst von den Bauhaus-Meistern Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Johannes Itten, Paul Klee, László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer waren ebenso zu sehen wie innovative Bühnenprojekte und Experimente, mit denen die Bühnenwerkstatt des Bauhauses neue Maßstäbe gesetzt hat. Über 6.000 Besucher feierten am 31. März die Eröffnung der Jubiläumsausstellung. Knapp 2.000 Menschen nahmen am Festumzug im Stil der Agitprop-Gruppen teil. Die höchsten Besuchszahlen verzeichneten an diesem Tag mit jeweils knapp über 1.300 Besuchern das Neue Museum, in dem die Arbeit der Werkstätten am Bauhaus im Fokus standen, und das Bauhaus-Museum.

Die Landeshauptstadt Erfurt zeigte vom 29. März bis 24. Mai 2009 in ihrer Ausstellung "KunstLichtSpiele - Lichtästhetik der Klassischen Avantgarde" Technik und Zukunftsvisionen der Bauhaus-Künstler an einem zentralen Motiv: dem Licht - gipfelnd in der Rekonstruktion der Installation von László Moholy-Nagys "Raum der Gegenwart". Vom 7. Juni bis 2. August 2009 präsentierte die Ausstellung "Streit ums Bauhaus - Das Weimarer Bauhaus in den Kontroversen seiner Zeit" streitbare künstlerische Positionen, mit denen sich das Bauhaus konfrontiert sah.

Die Ausstellung "Das Bauhaus in Jena - Bilder, Modelle, Objekte, Fotos und Dokumente" vom 22. März bis 7. Juni 2009 belegt das umfassende Wirken der Bauhaus-Meister und -Schüler in Jena, die hier einen Ort zur Umsetzung und Darstellung ihrer Ideen fanden. Die zweite Jenaer Ausstellung konzentrierte sich vom 6. September bis 22. November 2009 auf Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Wassily Kandinsky, der über Jahrzehnte freundschaftlich mit dem Kunstverein der Saalestadt verbunden war.

Neben den großen Ausstellungen waren über 120 Initiativen der Breitenkultur am Bauhaus-Jahr beteiligt. Kleine und große Institutionen und Vereine aus der Region um Weimar, Erfurt, Jena und Weimarer Land nahmen sich mit Ausstellungen, Konzerten, Tagungen, Vorträgen, Lesungen, Filmen, Theater und Führungen des Themas Bauhaus an und lockten über 320.000 Besucher nach Thüringen. Dazu gehörte auch ein großes von der EU gefördertes Projekt (Programm Kultur) zur künstlerischen und sozialen Aktualität des Bauhauses mit den Städten Weimar, Jena, Budapest, London und Marseille: das "Bauhaus_lab 2009. An Interdisciplinary Laboratory". Träger war die Stadt Weimar.

www.bauhaus2009.de

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