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Neuer DEHOGA Branchenbericht: Branche kämpft weiter mit der Krise

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"Der wirtschaftliche Einbruch trifft insbesondere die Hotellerie in Deutschland mit voller Wucht", meinte Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), bei der Vorstellung des aktuellen DEHOGA-Branchenberichts Sommer 2009 - Ausblick Winter 2009/10 am Donnerstag in Berlin.

Laut der aktuellen Konjunkturumfrage des DEHOGA, an der sich 4.000 Hoteliers und Gastronomen beteiligten, musste fast jeder zweite Beherbergungsbetrieb (44,5 Prozent) zwischen April und September 2009 Umsatzeinbußen hinnehmen. Bei der Vorjahresumfrage lag der Anteil der Umsatzverlierer noch bei 26,6 Prozent. Nur knapp jedes dritte Hotel (31,9 Prozent) habe den Umsatz steigern können (Vorjahr 42,4 Prozent). Ursache hierfür seien sinkende Auslastungsquoten in 40,2 Prozent der Betriebe sowie weiter fallende Hotelzimmerpreise.

Insbesondere in den Großstädten und Geschäftszentren habe die Sparsamkeit der Unternehmen und Reisenden verheerende Auswirkungen. Weniger Gäste gepaart mit sinkenden Preisen brächten viele Betriebe an den Rand der Existenz. Dies könne nicht im Ansatz von der zum Teil erfreulichen Entwicklung der Ferienhotellerie an den Küsten in diesem Sommer kompensiert werden, betonte Fischer.

Genauso ernüchternd stelle sich die Situation für die Gastronomie dar. In der Summe führten sinkende Gästezahlen in 41,4 Prozent der Betriebe und weniger Pro-Kopf-Ausgaben zu rückläufigen Umsätzen. Fast die Hälfte der Gastronomen (45,4 Prozent) setzte demnach in der warmen Jahreszeit weniger um als im Vorjahreszeitraum.

"Fullservice-Restaurants, die Sternegastronomie und den Cateringbereich, also Betriebe, die in nennenswertem Umfang vom Firmengeschäft abhängig sind, trifft die Krise besonders hart", glaubt Fischer. Die Verbraucher wichen in diesen Zeiten auf günstigere Marktsegmente aus und nutzten verstärkt Sonderangebote. "Davon profitieren neben dem Quickservicesegment wie Hamburger-Restaurants, Back-Cafés oder Pizzalieferdienste vor allem aber auch der Einzelhandel und die Tankstellen."

Bei den Gastronomen sei die Angst vor einer weiteren Eintrübung der Konjunktur groß. 45,4 Prozent der Befragten befürchteten im Winterhalbjahr Umsatzverluste (Vorjahr 48,6 Prozent) und 52,2 Prozent kalkulierten mit geringeren Erträgen (Vorjahr 58,3 Prozent). Nur knapp jeder Fünfte (18,3 Prozent) glaube an Umsatzsteigerungen (Vorjahr 17,6 Prozent).

Und auch die Hoteliers seien wenig zuversichtlich in die kalte Jahreszeit gestartet. Nur 12,3 Prozent der Beherbergungsunternehmen gingen davon aus, von Oktober 2009 bis März 2010 ihren Vorjahresumsatz ausbauen zu können. Damit sei der Anteil der Umsatzoptimisten auf den schlechtesten Wert seit Sommer 2004 gesunken. 49,3 Prozent der Hoteliers rechneten mit weiteren Umsatzrückgängen. Das seien über zehn Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung (38,4 Prozent).

"Die standortgebundenen Unternehmer des Gastgewerbes sind sich ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktion bewusst. Nur mit fairen Rahmenbedingungen werden sie dieser Verantwortung auch zukünftig gerecht werden können", miente Fischer und bekräftigte die Forderung der Branche nach Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie, so wie im Wachstumsbeschleunigungsgesetz vereinbart.

http://www.dehoga-bundesverband.de/

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