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Bergbau-Museum Bochum wird um "Schwarzen Diamant" erweitert

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Am 6. Dezember eröffnet der Erweiterungsbau des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum, der sogenannte "Schwarze Diamant".

Der Erweiterungsbau des weltweit größten Museums des Bergbaus soll die Profilierung des DBM als einzigartiges, modernes und zukunftsfähiges Museum von internationalem Rang dokumentieren und Sonderausstellungen aufnehmen. Das Bild der traditionellen Museumsgebäude und dem modernen Kubus stehe für Tradition und Innovation und stellvertretend für die Entwicklung der Gesamtregion. Städtebaulich sei eine markante Positionierung zwischen DBM, Schillerstraße und Gleisdreieck gewählt worden. Die Verbindungsbrücken zum Altbau korrespondierten mit der künftigen KunstLichtBrücke Nr. 9.

Das Architekturbüro Benthem & Crouwel aus Aachen/Amsterdam (z. B. Entwurf Flughafen Schiphol, Anne-Frank-Museum Amsterdam) hatte sich mit seinem Entwurf zum Sonderausstellungsbau des Deutschen Bergbau-Museums Bochum in einem europaweiten, vom Museum und der Stadt Bochum ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gegen 134 Mitbewerber durchgesetzt. Der Erweiterungsbau präsentiert sich als ausgefallenes modernes Gebäude in Form eines Kubus. Das massive Volumen werde von Gängen, Stollen und Rampen durchzogen und nehme so unmittelbare Bezüge zum Thema Bergbau auf. Der Bau wirke wie ein großes Schnittmodell des Bergbaus, was sich sowohl in der Gestaltung des Innenraums als auch der Fassade wider spiegele. Ein "Stollensystem" verbinde die drei neuen Ausstellungsräume, so dass das Thema Bergbau sinnlich erfahrbar werde. Der Besucher trete immer wieder aus einem Ausstellungsraum in den "Stollen", der ihn zur nächsten Ausstellungshalle führe.

Das räumliche Konzept sei auch außerhalb des Gebäudes ablesbar. Das Stollensystem sei nach außen komplett verglast und gebe so den Blick auf die farblich dem Feuer nachempfundenen Beschichtung von Boden Wand und Decke und die sich im Stollen bewegenden Besucher frei. Der Kubus hat eine dunkle Putzfassade mit Graphiteinstreuungen, die in der Sonne leicht glitzern sollen. Durch den Blick vom Fördergerüst spiele auch die Gestaltung der Dachfläche als 5. Fassade eine wichtige Rolle. Auch diese Fassade werde, genauso wie die Fußgängerbrücken, von "Stollengängen" durchzogen.

Die Erschließung des Gebäudes erfolge über zwei Fußgängerbrücken, die das Sonderausstellungsgebäude mit dem bestehenden Gebäudekomplex verbinden. Bei Sonderveranstaltungen kann die Fassade zum Europaplatz geöffnet werden, so dass hier ein ebenerdiger Eingang in ein Foyer entstehe.

Durch das Gebäude gewinnt das Bergbau-Museum rund 860 m² Ausstellungsfläche. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 5 Mio €.
Das Deutsche Bergbau-Museum wird gertragen von der Deutschen Montan-Technologie Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH, der Stadt Bochum, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Zur Eröffnung lädt das Museum zu einem Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt ein. Auf dem Programm stehen Rundgänge durch die neue Sonderausstellung, die noch bis zum 2. Mai 2010 zu sehen ist, und eine Führung zur Museumsarchitektur.

www.bergbaumuseum.de

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