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Tourismustag SH: Dr. Tamara Zieschang fordert mehr touristische Angebote außerhalb der Hauptsaison

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Mehr touristische Angebote außerhalb der Hauptsaison sollen Schleswig-Holstein das ganze Jahr hindurch für Urlauber attraktiver machen. Das forderte die neue Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang von den anwesenden Touristikern. Zudem zeichnete sie vorbildliche Ortsentwicklungen aus.

"Schleswig-Holstein soll nicht nur auf Augenhöhe mit den touristischen Wettbewerbern in den anderen Bundesländern sein", so Zieschang. "Die Herausforderung heißt, zwei Schritte voraus zu sein. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn in Schleswig-Holstein auch außerhalb der Hauptsaison neue, attraktive touristische Angebote entstehen."

Ortsentwicklungspläne Büsum, Kiel und Kellenhusen ausgezeichnet

Am Rande des Tourismustages zeichnete Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang zudem die Orte Büsum und Kiel mit dem ersten sowie Kellenhusen mit dem dritten Platz beim Wettbewerb des Wirtschaftsministeriums zur ganzheitlichen touristischen Ortsentwicklung aus. Büsum und Kiel erhalten damit je 90.000 Euro und Kellenhusen 70.000 Euro aus Landesmitteln. Damit können die drei Orte ihre eingereichten Konzepte nun weiter umsetzen. Büsum will als "DAS Tor zum Weltnaturerbe Wattenmeer" fungieren. Das Leitthema Kiels ist der "Erlebnisraum Kieler Förde -Blau verbindet". Für Kellenhusen ist das Motto "Zwischen Wald und Wellen".

"Die Orte schärfen damit das Profil ihrer touristischen Ausrichtung. Diesen Prozess unterstützen wir von Seiten des Landes gerne", so die Staatssekretärin. 22 Orte in Schleswig-Holstein, die mehr als 200.000 gewerbliche Übernachtungen im Jahr zu verzeichnen haben, konnten sich an dem Wettbewerb beteiligen, mehr als die Hälfte dieser Orte haben die Chance wahrgenommen.

Bilanz zur Neuausrichtung des Tourismus

Die Neuausrichtung des Tourismus in Schleswig-Holstein weise nach fast drei Jahren eine gute Bilanz auf. Im August 2009 konnte ein Plus von 6,2 % bei den ankommenden Gästen und ein Plus von 3,7 % bei den Übernachtungen erzielt werden. Unter den Flächenländern konnten nur Niedersachsen und Baden-Württemberg bessere Zahlen erzielen. Betrachte man das gesamte bisherige Jahr, so nehme Schleswig-Holstein unter den Flächenländern bei den Zuwachsraten der Übernachtungen Platz 2 ein; lediglich Mecklenburg-Vorpommern könne höhere Zuwachsraten erzielen. "Sicherlich sind diese guten Ergebnisse nicht ausschließlich auf die neue Tourismusstrategie zurückzuführen. Natürlich müssen wir bei der Wertung dieser Zahlen auch bedenken, dass in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise der Urlaub im eigenen Land wieder im Vordergrund steht. Klar ist jedoch, dass Schleswig-Holstein mit seiner Neuausrichtung auf dem richtigen Weg ist", glaubt Dr. Tamara Zieschang.

Das Thema Qualität ziehe sich wie ein roter Faden durch alle Leitprojekte, die im Rahmen der Neuausrichtung auf den Weg gebracht wurden - von Service und Gastronomie über Design bis zur Kooperation in lokalen Organisationen und der Abstimmung der Regionen über ihre Infrastrukturmaßnahmen. "Der Tourismustag ist eine gute Gelegenheit sich bei allen zu bedanken, die sich mit viel Engagement in den Umsetzungsprozess eingebracht haben", so Dr. Zieschang.

Das Land habe den Umsetzungsprozess mit bisher ca. 6,5 Millionen Euro unterstützt. Über das Zukunftsprogramm Wirtschaft und andere Programme seien seit 2007 außerdem ca. 45 Millionen Euro Zuschüsse in die touristische Basisinfrastruktur, neue Hotelvorhaben und Modernisierungsvorhaben in diesem Bereich geflossen. Damit sei insgesamt ein Investitionsvolumen in Höhe von über 250 Millionen Euro generiert worden. Das Wirtschaftsministerium werde auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, die Qualität der touristischen Infrastruktur und im Service weiter zu steigern. In der laufenden Förderperiode des Zukunftsprogramms Wirtschaft bis zum Jahr 2013 würden weiterhin solche Vorhaben unterstützt, die in die touristische Strategie passten. Es war den Anwesenden jedoch teilweise im Gesicht abzulesen, dass sie sich angesichts des desolaten Zustandes der Landeskassen auf sparsamere Zeiten einstellen müssen.

www.sh-business.de

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