Masterplan sieht einheitliche Vermarktung der Lüneburger Heide vor
Montag, den 19. März 2007 um 00:43 Uhr
Der Handlungsbedarf ist dabei offensichtlich: So prognostiziert die Studie den Verlust von 100 Arbeitsplätzen jährlich, wenn nicht sofort gehandelt werde.
Das ETI hat bundesweit 2.000 Telefoninterviews durchgeführt und außerdem zahlreiche Experten befragt. Das Ergebnis: Die Marke 'Lüneburger Heide' soll sich auf das Kerngebiet der Heide konzentrieren. Dazu gehören der westliche Teil des Landkreises Lüneburg, der Landkreis Uelzen sowie Teile der Landkreise Gifhorn, Celle, Soltau-Fallingbostel und Harburg. Andere Teile der Region sollten unter anderen Marken oder Themen laufen, zum Beispiel 'Elbe'.
Die Region solel außerdem ihre Kräfte in einer schlanken und schlagkräftigen Organisation bündeln. Die Marketing-Bemühungen der Landkreise sollten in dieser Agentur aufgehen, außerdem solle sich die private Wirtschaftsinitiative Orlando beteiligen. "Orlando ist bereit, 500.000 Euro im Jahr einzubringen. Wenn die Landkreise weitere 1,1 Millionen Euro zur Verfügung stellen, dann können wir eine Menge bewegen", rechnete Quack vor.
Beim Marketing solle sich die Region auf drei zentrale Leuchttürme konzentrieren: auf Erlebniswelten und Freizeitparks, die Städte Lüneburg und Celle und den Naturraum Heide. "Daneben gibt es viele weitere Themen wie Radtourismus, Elbe und Wassertourismus, mit denen sich neue Zielgruppen gewinnen lassen", so Quack. Er will außerdem eine Investitionsstrategie festlegen, die neben einer zusätzlichen Erlebniswelt und dem Ausbau der Wegenetze auch ein Factory Outlet Center in der Region vorsieht.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche stimmte dem Tenor der Studie zu: "Es gibt dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Mein Ziel ist es, die Lüneburger Heide Tourismus Marketing bis zum Sommer ins Leben zu rufen."
